Sitzung des Finanzausschusses Hasbergen: Spätestens ab 2020 muss gespart werden

Von Sina-Christin Wilk

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Eine positive Bilanz zog der Finanzausschuss der Gemeinde Hasbergen für das Jahr 2017. Foto: David EbenerEine positive Bilanz zog der Finanzausschuss der Gemeinde Hasbergen für das Jahr 2017. Foto: David Ebener

Hasbergen Die Gemeinde Hasbergen ist finanziell gut aufgestellt, lautet das Fazit des Kämmerers Jürgen Klein. Erste Ergebnisse für 2017 und 2018 bestätigen, dass umsichtig gewirtschaftet wird.

Die Jahresrechnungen der Haushalte 2015 und 2016 sowie die konsolidierten Gesamtabschlüsse der Jahre 2014-2016 wurden einstimmig angenommen. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 400 Euro läge man weit unter dem Landesdurchschnitt von 730 Euro. Weiterhin sei die Verschuldung der Gemeinde Hasbergen um zwei Millionen gesenkt worden.

Gleich mehrere Ausschussmitglieder bedankten sich für die gute Arbeit des Kämmerers Klein. Verlässliche Prognosen, frühzeitige Bereitstellungen relevanter Zahlen. Klein gab sich bescheiden. Die guten Ergebnisse seien auf Teamwork und glückliche Umstände zurückzuführen. „Wir haben ein erfreuliches Ergebnis vorliegen. Letztes Jahr haben wir überlegt, ob wir an einigen Stellschrauben drehen müssen,“ sagte Bürgermeister Holger Elixmann. Zu größeren Einsparmaßnahmen sei es jedoch nicht gekommen.

Positives Fazit für 2017

Das Jahr 2017 sei gemäß Klein gut gelaufen. Die Fertigstellung des Jahresabschlusses inklusive Prüfung aller Posten des Kernhaushalts sei für Herbst 2018 geplant. Das Ziel sei der Ausgleich des Haushalts. Trotz relativ konstanter Zahlen gäbe es stets Unwägbarkeiten wie die Gewerbesteuer. Die Bilanzsumme der Gemeinde, welche die Vermögenswerte integriere, steige. Der Bestand an Zahlungsmitteln lag am 31. Dezember 2017 bei 3,2 Millionen Euro. „Wir haben einen Fehlbetrag von rund 100000 Euro. Das ist eine Punktlandung, wenn man bedenkt, dass wir 20 Millionen jährlich umsetzen,“ so Klein.

Der Haushalt sei mit einem Defizit von einer Million Euro beschlossen worden, erinnerte Klein. Bisher gäbe es keine groben Ausreißer. Jedoch komme es immer mal wieder bei Unterhaltstiteln zu unvorhergesehenen Kosten. Die vorläufige Evaluierung der investiven Maßnahmen über 50000 Euro zeigte einen positiven Status Quo. Es gebe aber auch „einige Positionen, die haken“, so Klein.

Förderung nicht bewilligt

Der Neubau der Gebäudeteile des DRK verzögere sich, da die Förderung für dieses Jahr nicht bewilligt wurde. Ein neuer Antrag für Fördermittel wird 2019 gestellt. Weiterhin war im Rahmen der Ortskernsanierung eine Kreisverkehrsmaßnahme für die Tecklenburger Straße/K305 geplant, welche derzeit nicht umsetzbar sei. Um den Trinkwasserbrunnen in Haslage zu realisieren, suche man derzeit nach passenden Grundstücken. Aufgrund fehlender Abrechnungen seitens des Landes gebe es auch Altlasten: Der Ausbau des Plessens und die Osnabrücker Straße. Der Ergebnishaushalt für Juni 2018 zeige in Summe eine Verbesserung von 708186 Euro.

Im Ausschuss sah man die Ergebnisse nüchtern. „Spätestens 2020 müssen wir die Ausgaben zurückfahren und sparsamer werden. Hasbergen ist eine von fünf Gemeinden im Landkreis, die einen fiktiven Überschuss hat“, gab Susanne Breiwe, CDU, zu bedenken.


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