Pachtvertrag gekündigt Schützenverein Hasbergen vor dem Aus?

Von Michael Pohl

Ihren Schießstand an der Osnabrücker Straße müssen die Schützen in Hasbergen Ende des Jahres verlassen. Foto: Michael PohlIhren Schießstand an der Osnabrücker Straße müssen die Schützen in Hasbergen Ende des Jahres verlassen. Foto: Michael Pohl

Hasbergen. Zum Jahresende müssen die Hasberger Schützen ihr angestammtes Domizil an der Osnabrücker Straße verlassen. Für eine Ersatzlösung konnten die Verantwortlichen bisher nicht sorgen. Steht der Verein damit vor dem Aus?

„Wir kämpfen in der Tat wieder einmal ums Überleben“, bestätigte auf Nachfrage die Präsidentin der Schützengesellschaft Hasbergen Birgit Bracht. Seit Langem habe der Verein mit dem Verpächter der Schießanlage juristisch um den Erhalt des Vertrages gestritten. Laut Aussage der Verantwortlichen liege seit Ende vergangenen Jahres eine gerichtliche Entscheidung vor. Demzufolge muss der Verein zum 31. Dezember 2018 seine Räume verlassen.

Lösung noch nicht gefunden

Wie die „Hasberger Rundschau“ in seiner letzten Ausgabe berichtete, sei im Rahmen der ordentlichen Jahreshauptversammlung des Vereins verkündet worden, dass es eine Lösung gebe, die ab Januar 2019 greifen solle. „Das wurde falsche beobachtet und wiedergegeben“, dementiert Bracht diese Darstellung.

Vielmehr sei es so, dass der Verein einige für Vereinszwecke geeignete Gebäude in der Hüggelgemeinde ins Auge gefasst habe. Derzeit liefen entsprechende Verhandlungen mit den jeweiligen Eigentümern.

Unterstützung benachbarter Vereine

Den Schießbetrieb hoffen die Hasberger Schützen mit der Unterstützung der Vereine aus Gaste und Ohrbeck, aufrecht erhalten zu können. Besonders erfreut war Bracht von der Treue der Vereinsmitglieder. Nach Darstellung der Präsidentin habe es bisher keine Austritte gegeben.

Schützenfest als Statement

Trotz der aktuell trüben Zukunftsaussichten hat der Verein eins fest im Blick. „Das Schützenfest findet statt“, betonte Bracht. Weil der Verein aktuell sowohl die kameradschaftliche Unterstützung der Schützenvereine und aus der Bevölkerung benötigt, hoffen Bracht und ihre Mitstreiter auf zahlreiche Besucher auf dem Festplatz am roten Berg. Startschuss für die Veranstaltung ist am Samstag, 11. August um 19.30 Uhr. Der offizielle Teil beginnt um 20 Uhr in den Räumen des Schießstandes und im Außenbereich. Das traditionelle Königsschießen findet letztmalig am gleichen Tag um 14 Uhr statt.


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