Mit Papa in den Wald Hüggelexpedition bei hochsommerlichen Temperaturen

Von Christoph Beyer


cby Hasbergen. „Mit Papa in den Wald“ lautete das Motto einer Erkundungstour in den Hüggel, zu der das Hasbergener Familienbündnis am Samstagvormittag eingeladen hatte. Trotz hochsommerlicher Temperaturen ließen sich dabei sogar die Hüggelzwerge blicken.

Zwölf Väter und 14 Kinder sammelten sich auf dem Wanderparkplatz roter Berg, um sich mit Tourleiter Manfred Landwehr auf Schatzsuche zu begeben. Schon vor dem offiziellen Start in den Wald hatte Landwehr den Kindern von den Hüggelzwergen berichtet und damit die Neugier entfacht. „Die Zwerge gibt es wirklich. Haltet die Augen auf.“ Die zwischen drei und sechs Jahre alten Kinder ließen sich nicht lange bitten. Einige von Ihnen eilten mutig voran. Sonnen- und Insektenschutz gehörten an diesem Vormittag beim Gang durch die üppig wuchernde Natur allerdings zur Grundausstattung.

Bekannte Zwergengesichter

Nach kurzer Trinkpause erreichte der Expeditionstrupp ein muldenartiges Gelände mit steiler Felswand. Mit der Information, dass sich hier ein Zwergenschatz verstecke, löste Landwehr bei den Kindern eine eifrige Suchaktion aus. Als sich das Behältnis nicht finden ließ, mussten die Hüggelzwerge durch lautstarkes Rufen hinzugezogen werden. Erst mit ihrer Hilfe gelang es, die schwere Holztruhe inmitten von Farnen zu bergen. Dass die roten Zipfelmützen, welche die „Hüggelzwerge“ Jonas Holzapfel (16) und Jaqueline Slee (19) trugen, als Tarnung allerdings nicht ausreichten, zeigte sich an der Reaktion einiger Kinder. „Die kenne ich doch“ hieß es da, was dem Spaß an Ort und Stelle aber keinen Abbruch tat. Der aus Popcornpäckchen, Süßigkeiten und kleinen Kristallen bestehende Inhalt der Schatztruhe präsentierte sich ganz kindgerecht.

Auf den Spuren des Bergbaus im Hüggel

Allerdings war es im Anschluss an den Vätern, die schwere Truhe bis zum Endpunkt der Tour zu transportieren. Bis dahin unternahm Manfred Landwehr noch einige Zwischenstopps, an denen er auch den Vätern einiges über die bewegte Bergbaugeschichte des Hüggels zu berichten hatte. Etwa, dass sich eine bis Holperdorp reichende Seilbahn über den Berg spannte, deren steinerne Sockel noch heute den Wegrand säumen.

Der Weg, dem die Gruppe dann folgte, verlief entlang der Gleistrassen der ehemaligen Hüggelbahn, die hier einst das gewonnene Roherz zum Hüttenwerk transportierte. Heute ist von der industriellen Nutzung nichts mehr zu erkennen. Die Natur hat sich diesen Flecken Erde wieder zu eigen gemacht.

Zufrieden, aber teilweise auch etwas erschöpft, erreichten Väter und Kinder dann wieder den Wanderparkplatz, wo Familienzentrum-Koordinator Jan-Lukas Scholz bereits mit gegrillten Würstchen auf die Gruppe wartete. „Mir hat die Schatzsuche am besten gefallen“ zog Ida (4) zum Abschluss Bilanz, während sie es sich mit Vater Christoph und den anderen Teilnehmern im Schatten der Bäume bequem machte.