Boxen gegen Aggressionen Weißer Ring übergibt Boxsack an Hasberger Schule

Von Anke Herbers-Gehrs


ahg Hasbergen. Mit der kurzen Demonstration eines Boxtrainings weihte die Schule am Roten Berg ihren neuen knallroten Stand-Boxsack ein – eine Spende des Weißen Rings als Teil des Präventionskonzeptes.

Schulleiter Thorsten Peters begrüßte bei der Übergabe neben Bürgermeister Holger Elixmann eine Reihe weiterer Vertreter aus Gemeinderat und Verwaltung sowie Elternvertretung. „Aggressionen abbauen und Selbstbewusstsein stärken“, das erwartet Bürgermeister Elixmann vom Boxen, wie er in seiner Ansprache sagte. So sahen das auch Sinnika Hagen, Leiterin des Polizeikommissariats Georgsmarienhütte, und Sandra Middelberg, dort zuständig für Prävention, die in Uniform erschienen waren. „Gewalt ist nie eine Lösung“, gab Sinnika Hagen den Schülern mit. „Auch wenn Schrammen heilen, Gewalt macht etwas mit den Menschen.“

Umgang mit Aggression lernen

Genau darum geht es dem Weißen Ring. Für die Organisation, die Opfern von Kriminalität hilft, bedeutet das Boxtraining eine Schulung im Umgang mit Aggressionen. Karin Bloom, Leiterin der Außenstelle Osnabrück, dankte ausdrücklich dem privaten Spender, der den Weißen Ring seit 20 Jahren immer wieder unterstützt und so Projekte wie dieses ermöglicht. Boxsack, Handschuhe, Springseile, T-Shirts mit dem Aufdruck „Ich kann’s ohne Gewalt“ gehören zu der Ausstattung.

Box-AG im neuen Schuljahr

Für die Schule am Roten Berg ist es besonders günstig, dass Sportlehrer Klaus Greiwe bereits an seiner früheren Schule Boxkurse geleitet hat. So ist er genau der Richtige, um im nächsten Schuljahr die AG „Immer fit durch Boxtraining“ anzubieten. Einen kleinen Eindruck davon zeigte er mit 14 Schülern der Klasse 7–10 bei der Übergabe. „Wir boxen nie gegeneinander, sondern immer miteinander“, machte Greiwe gleich zu Beginn den Mitwirkenden klar. „Es geht darum, die Jungs zu bremsen und die Mädchen zu stärken. Selbstwertgefühl und Fairness werden vermittelt. Wer sich sicher fühlt, kann auch bewusst jedem Konflikt aus dem Weg gehen.“ Bevor die Boxhandschuhe angezogen wurden, standen erst Übungen zur Kräftigung auf dem Programm. Erst dann ging es zur Sache, und selbst Sportlehrer Greiwe durfte in den Bauch geboxt werden.

Der neue Boxsack wird in der Schule mit mehr als 300 Schülern nicht in der Turnhalle verschwinden, sondern so aufgestellt, dass auch in den Pausen einmal Dampf abgelassen werden kann.


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