Kultur- und Verkehrsverein tagt Hüggelmuseum vor dem Aus?

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Hasbergen. Die Mitgliederversammlung des Kultur- und Verkehrsvereins (KuV) stand im Zeichen vieler Veränderungen. So muss sich der neu gewählte Vorstand nach neuen Räumen umschauen und auch das Hüggelmuseum sucht nach einer neuen Bleibe.

In seinem Geschäftsbericht musste der erste Vorsitzende Werner Wessel den anwesenden Mitgliedern verkünden, dass bereits im Herbst vergangenen Jahres die Heizung der Räumlichkeiten des Museums abgestellt worden sei. Als Grund nannte Wessel auf Nachfrage, dass der Vermieter geäußert habe, dass sich die Heizanlage wirtschaftlich nicht rechne, da alle Räume des ehemaligen Gasthofs „Riga“ geheizt werden müssten.

Alternativ zur bisherigen Heizung wurde versucht, das Museum mit einem Elektroofen zu heizen. Leider habe diese Maßnahme nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Weil es aus Sicht des Vorstandes auf lange Sicht nicht zu einer Einigung mit dem Eigentümer der Räume kommen wird, habe man sich entschlossen einen neuen Weg zur Rettung des Museums zu gehen. Zu diesem Zweck gründete sich der Museumsverein Hüggel.

Exponate des Museums sind in Gefahr

Dessen Vorsitzender Johannes Haunert ergänzte die Ausführungen Wessels. „Wir haben zum Teil schon Schimmel in den Vitrinen.“ Als Grund führte Haunert die hohe Luftfeuchtigkeit innerhalb des Gebäudes an. Auf Nachfrage machte der Experte der Hasberger Archäologie deutlich, dass schon jetzt einige Exponate Schaden nehmen würde.

Haunert erläuterte seinen Zuhörern die Wichtigkeit der Hasberger Ausstellung. „Wir haben hier Funde, die weit über die Grenzen der Gemeinde bekannt sind.“ Zum Teil seien er und seine Mitstreiter bereits aus dem Ausland darauf angesprochen worden.

Hoffnung nicht aufgeben

Um die aktuelle Ausstellung vor schweren Schäden zu bewahren, müsse dringend eine tragbare Lösung gefunden werden, mahnte Haunert an. Als eine mögliche Lösung brachte er den Neubau eines Museums ins Spiel. Dies könnte unweit der Ausgrabungen am roten Berg auf einem Grundstück der Gemeinde entstehen. Die Idee hatte er bereits Mitte vergangenen Jahres im Kulturausschuss vorgestellt. Die Rückmeldungen waren grundsätzlich positiv – nur wurde seinerzeit im selben Atemzuge darauf hingewiesen, dass sich die Gemeinde nicht an den Kosten beteiligen könne. Haunert hofft weiter auf Unterstützung. Letztlich bleiben drei Optionen: Die Gemeinde lenkt ein und unterstützt den Neubau eines Hüggelmuseums, die Exponate werden bis zu einer endgültigen Lösung auf unbestimmte Zeit zwischengelagert oder die Sammlung wird dem Naturkundemuseum am Schölerberg angeboten – das wäre das Aus für ein eigenes Museum für die Hüggel-Exponate.

Da die jetzige Situation in den Räumen im Gasthof Riga untragbar ist, votierten die Mitglieder einstimmig dafür, den Mietvertrag zu kündigen.

Gemeinde hat den Mietvertrag gekündigt

Auch für den Verein selbst standen im vergangenen Jahr Veränderungen ins Haus. Wie Wessel weiter ausführte, hatte die Gemeinde dem KuV ebenfalls gekündigt. Hier warfen die Fortschritte der Entwicklung der sogenannten „Neuen Mitte“ ihre Schatten voraus. Weil der Verein derzeit ohne eigene Räumlichkeiten ist, hatte der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes dem KuV angeboten seine Räume an der Feuerwache mit zu nutzen. Dieses Angebot habe man dankend angenommen, so Wessel.

Finanzen entwickeln sich positiv

Aber auch Positives hatte der Vorstand zu berichten. So sei es im vergangenen Jahr gelungen, den Wasserturm an der Bahnlinie Osnabrück/Münster weiter zu renovieren. Ebenfalls positiv haben sich die Finanzen des Vereins entwickelt.

Aufgrund dieser guten Nachrichten erteilte die Versammlung dem Vorstand einmütig die Entlastung. Ebenfalls einstimmig vielen auch die Wahlen aus. Nachdem Wessel aus Altersgründen auf eine erneute Kandidatur verzichtete, wählten die Mitglieder Gordian Niehenke zum neuen Vorsitzenden. Als Veranstaltungsreferentin wählten die KuV-Mitglieder Susanne Breiwe in den Vorstand, in neuer Position ist Aisleen Beynon-Thomas tätig. Sie wird künftig den Verein als Pressesprecherin vertreten.


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