Wachsender Betreuungsbedarf Neue Kitagruppen in Hasbergen?

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Der Ausschuss für Familie und Soziales hat am Donnerstagabend dem Beschlussvorschlag zugestimmt, dass die Gemeinde Hasbergen die Errichtung einer neuen sonstigen Kitagruppe in der Hüggelschule sowie eine neue Kleingruppe in der Kita im Gaster Zauberhaus genehmigt. Archivfoto: Ralf Hirschberger/dpaDer Ausschuss für Familie und Soziales hat am Donnerstagabend dem Beschlussvorschlag zugestimmt, dass die Gemeinde Hasbergen die Errichtung einer neuen sonstigen Kitagruppe in der Hüggelschule sowie eine neue Kleingruppe in der Kita im Gaster Zauberhaus genehmigt. Archivfoto: Ralf Hirschberger/dpa

Hasbergen. Der Ausschuss für Familie und Soziales hat am Donnerstagabend dem Beschlussvorschlag zugestimmt, dass die Gemeinde Hasbergen die Errichtung einer neuen sonstigen Kitagruppe in der Hüggelschule sowie eine neue Kleingruppe in der Kita im Gaster Zauberhaus genehmigt.

Die zwei Seiten einer Medaille: Es herrscht Zuwachs in der Gemeinde Hasbergen. 90 bis 100 Kinder „Zuzug“ gibt es pro Jahr. Das ist einerseits eine erfreuliche Nachricht, aber auch eine, die logistisch bewältigt werden muss. Dieses Thema beherrschte den Ausschuss für Familie und Soziales im Hasberger Rathaus am Donnerstagabend. Denn irgendwo muss sich um die Kinder in Krippen, Kindergärten, Kindertageseinrichtungen und Nachmittagsbetreuungen gekümmert werden. Das Problem ist: Momentan sind sämtliche zur Verfügung stehenden Plätze dafür in der Gemeinde vergeben. Zwar geht es sich derzeit aus – „Alle, die einen Platz brauchen, können untergebracht werden“, sagte Mareike Mons von der Gemeinde – doch ab August 2018 werden neue Kinder dazukommen.

Zwar sei Hasbergen mit Erziehern gut aufgestellt, so Mons weiter, aber dennoch werden neue Kräfte händeringend gesucht, um zukünftigen Herausforderungen gerecht werden zu können. Denn generell bestehe ein wachsender Betreuungsbedarf, wie es Statistiken belegen. Zudem gelten in den Kinderkrippen und -gärten derzeit Sonderöffnungszeiten. AWO-Kindergarten und Kinderkrippe, das Gaster Zauberhaus sowie der Kindergarten beziehungsweise die Kinderkrippe „St. Josef“ haben bis 15 Uhr geöffnet, der Kindergarten und die Kinderkrippe Kunterbunt haben bis 17 Uhr geöffnet.

„Wir können davor nicht mehr die Augen verschließen“, gab Katja Mittelberg-Hinxlage von der SPD zu Wort. Niemand widersprach ihr. Stattdessen wurde nach einer Lösung gesucht.

Neue Kita-Gruppen

Es lag der Beschlussvorschlag vor, dass die Gemeinde Hasbergen die Errichtung einer dritten sonstigen Kindertageseinrichtungsgruppe in der Hüggelschule und somit einer sechsten Betreuungsgruppe der AWO-Nachmittagsbetreuung ab Beginn des Schuljahres 2018/19 genehmigt und die damit verbundenen Betriebskosten über den Defizitabdeckungsvertrag übernimmt. Mit einer sonstigen Gruppe ist eine Gruppe mit Öffnungszeiten außer der Reihe gemeint, konkret von 12:45 bis 14 Uhr.

Darüber hinaus soll die Gemeinde ab dem 1. August eine Kleingruppe mit bis zu zehn Kindern in der Kindertagesstätte Gaster Zauberhaus für die Dauer von zunächst einem Jahr einrichten. Auch die Betriebskosten dafür sollen aus dem Defizitabdeckungsvertrag übernommen werden. Den Vorschlägen wurde einstimmig zugestimmt. Sie müssen aber noch vom Verwaltungsausschuss genehmigt werden, wie Mons weiter mitteilt. Zusätzlich legte die CDU ihren Antrag für den potenziellen Waldkindergarten vor, den der Ausschuss für Familie und Soziales zur Kenntnis nahm, bei der Sitzung aber nicht mehr besprach.

Beitragsfreiheit als zusätzliche Hürde

Die bevorstehende Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten stellt die Gemeinde vor eine zusätzliche Herausforderung. Die Beitragsfreiheit sieht vor, dass künftig die drei Jahre des Kitabesuchs in Niedersachsen für die Eltern kostenfrei sein sollen. Dies galt bislang nur für das letzte Jahr. In Hasbergen wird dies kontrovers diskutiert. „Dies ist ein gutes Gesetz, aber damit lässt man die Kommunen im Regen stehen“, sagte Bürgermeister Holger Elixmann im Hinblick auf das damit wegfallende Einkommen der Gemeinde. „Dass die Beitragsfreiheit gekommen ist, ist unabdingbar“, sagte Mittelberg-Hinxlage.


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