Lenkräder für die Zukunft Schüler stellen MIG-Ergebnisse bei Amazone vor

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Die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik der BBS verbrachten eine arbeitsintensive Woche mit dem Planspiel MIG. Gastgeber waren die Amazone-Werke. Foto: Markus StrothmannDie Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik der BBS verbrachten eine arbeitsintensive Woche mit dem Planspiel MIG. Gastgeber waren die Amazone-Werke. Foto: Markus Strothmann

Hasbergen. Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik an den BBS des Landkreises Osnabrück schlüpften für eine Woche in die Rollen der Vorstände dreier Aktiengesellschaften: Im Planspiel „Management Information Game“ (MIG) entwickelten sie die Lenkräder der Zukunft.

Am Donnerstag stellten die Gruppen beim Gastgeber, den Amazonen-Werken in Gaste, ihre Ergebnisse vor. Den Anfang machte die Pignus-AG: Gleich drei Modelle hatten die jungen Entwickler im Sinn, um Kunden mit verschiedenen Einkommen zu erreichen. Werbung in den klassischen Medien wollten sie ebenso schalten wie Maßnahmen in den sozialen Netzwerken. Das gefiel den fiktiven Kunden, der „Einkaufsgemeinschaft Car&Co GmbH“. Doch kamen aus der Expertenrunde auch kritische Fragen, etwa zu Werbemaßnahmen und Design: „Halten Sie Radiowerbung wirklich für geeignet, um junge Leute zu erreichen? Ist da ausreichend Platz für das Logo?“

Dann stellte die Zeus-AG ihr Produkt, das Zeus-MF-Lenkrad in zwei Ausführungen, vor: Dafür hatte sie viele Ausstattungsdetails erdacht: ergonomische Griffe, Fingerabdrucksensor, integriertes Fahrtenbuch und mehr. Zum Schluss kam die Startec-AG, die sich die Frage gestellt hatte: „Wie wird das Lenkrad der Zukunft sein?“ Ihre Antwort darauf: das MB 3000. Dieses richtete sich besonders an Luxustuner und Veredler sowie Business-Vielfahrer – also eher an Kunden mit Geld. Der Plan ging auf.

Eine Woche im AG-Vorstand

Planspieler Tom Backermann vom Siegerteam: „Wir haben bei der Werbung richtig geklotzt, das hat sich gelohnt.“ Spaß habe es gemacht, auch wenn die Projektwoche mit zehnstündigen Arbeitstagen anstrengender gewesen sei, als andere Projekte, die zur Auswahl standen. Cindy-Fee Wedeking hatte als Anschauungsmaterial das Lenkrad eines echten VW Golf dabei. „Wir haben unsere Präsentation einmal geübt, das ging voll daneben.“ Als es darauf ankam, funktionierte dann aber alles bestens, wie die Resonanz der Jury belegte.

Das einwöchige Wirtschaftsplanspiel „Management Information Game“ wird von der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland organisiert, in Kooperation mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft. Die Amazonen-Werke engagieren sich als Gastgeber, weiteren regionale Unternehmen unterstützen das Projekt: Herzog Maschinenfabrik, Oldenburgische Landesbank, Starcke GmbH, Volkswagen Osnabrück und ZF Friedrichshafen.

Das Planspiel soll einen praxisnahen Einblick ins Wirtschaftsleben vermitteln. In ihren Rollen als AG-Vorstände werden die Schüler und Schülerinnen unterstützt von Fachleuten aus der realen Wirtschaft. Zum „Unternehmeralltag“ gehören Entscheidungen über Fertigung, Einkauf und Personal ebenso wie Preiskalkulation und Bilanzierung – und das alles in einem Umfeld, das sich verändert. Unternehmerisches Denken und die stetige Überprüfung der eigenen Strategien sind die gefragten Kompetenzen – wie im wirklichen Geschäftsleben.


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