Dirk Walonka bedankt sich Facebook führt Hasberger mit Helfer zusammen

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Erinnert sich an seinen Unfall: Noch heute ist die Erde an der Stelle, an der Dirk Walonka während des Spaziergangs mit seinen Hunden stürzte, sehr feucht. Foto: Michael PohlErinnert sich an seinen Unfall: Noch heute ist die Erde an der Stelle, an der Dirk Walonka während des Spaziergangs mit seinen Hunden stürzte, sehr feucht. Foto: Michael Pohl

Hasbergen. Dirk Walonka ist froh, dass es ihm nach einem Unfall wieder besser geht. Dem Hasberger standen viele Helfer in der Not zur Seite. Besonders einem, der ihn in der kritischen Situation nicht alleine ließ, wollte er danken. Via Facebook hat er ihn schließlich gefunden.

Eigentlich sollte der 23. Februar ein gemütlicher Tag für Dirk Walonka werden. Wie jeden Morgen wollte er mit seinen beiden Hunden Carrie und Scooter einen Spaziergang durch den Hüggel unternehmen. Am Wanderparkplatz „Roter Berg“ traf er einen Bekannten, der ebenfalls mit seinem Hund unterwegs war. Gemeinsam habe man den Weg auf dem ausgeschilderten unteren Waldlehrpfad in Richtung Steinbrink fortgesetzt, schilderte Walonka.

Auf Eisplatte ausgerutscht

Nach einigen Metern fand der Ausflug ein jähes Ende. Nach seiner Darstellung stürzte Walonka auf einer größeren Eisfläche so unglücklich, dass er sich den Oberarm mehrfach brach. Wegen starker Schmerzen und zunehmendem Unwohlsein habe er versucht, sich auf eine nahestehende Bank zu setzen. „Auf dem Weg dahin bin ich ein weiteres Mal zusammengebrochen.“, erinnert sich Walonka weiter.

Weil die beiden Männer keine Handys mit sich führten, musste ihn sein Begleiter zurücklassen, um Hilfe zu holen. Während dieser Zeit näherte sich dem am Boden liegenden Walonka eine Gruppe Hundehalter mit ihren Tieren. Damit die erwarteten Rettungskräfte zügig die Einsatzstelle finden konnten, bildeten diese Menschen eine Kette bis zur Einmündung der Straße „Roter Berg“. Auf diese Weise sollten die professionellen Helfer zum Patienten geleitet werden.

Helfer hielt Unfallopfer bei Bewusstsein

Während Walonka auf das Eintreffen des Notarztes wartete, fiel es ihm nach eigener Schilderung immer schwerer, wach zu bleiben. Durch gutes Zureden eines Helfers sei es ihm jedoch schließlich gelungen. In diesem Gespräch habe ihm der Mann erzählt, dass sein Hund ein ausgebildeter Rettungshund sei. Diese Tatsache half Walonka schließlich, sein Gegenüber erneut zu finden. Weil er nicht den Namen des unbekannten Helfers erfuhr, veröffentlichte er auf Facebook einen Suchaufruf. Dieser sei binnen 24 Stunden über 2500 mal geteilt worden. Schließlich führte die Mithilfe in den sozialen Medien zu den Rettungshunden des Deutschen Roten Kreuzes im Tecklenburger Land. In diesem Verein solle der Gesuchte Mitglied sein. Über einen Facebook-Hinweis konnte Walonka schließlich den Helfer, der ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wach und warm hielt, ausfindig machen. Allerdings möchte dieser nicht namentlich genannt werden.

Im Krankenhaus ins künstliche Koma versetzt

Durch einen Aufruf über Facebook fand Dirk Walonka den Mann, der ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreute. Foto: Screenshot/Facebook/Dirk Walonka

Obwohl Walonka von den Rettungskräften transportfähig gemacht und ins Krankenhaus gebracht werden konnte, war seine Lage keineswegs stabil, wie der Verunglückte berichtete. Bei seiner Operation sei es zu Komplikationen gekommen, erzählt Walonka. Zwei Tage habe er in einem künstlichen Koma verbringen müssen. Erst jetzt sei er so weit, dass er sich endgültig auf dem Wege der Besserung befinde. „Ich bin froh und allen Helfern dankbar, dass ich in dieser Situation nicht alleine war.“


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