Marita Tolksdorf-Krüwel berufen Die alte Hasberger Gleichstellungsbeauftragte wird die neue

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Hasbergen. Die Vorgängerin der ehemaligen Hasberger Gleichstellungsbeauftragten Stephanie Funke wird auch ihre Nachfolgerin sein. Marita Tolksdorf-Krüwel ist in der Hasberger Ratssitzung am Internationalen Frauentag einstimmig zur Gleichstellungsbeauftragten ab April berufen worden. Lediglich die Ratsmitglieder der CDW/FDP-Gruppe enthielten sich ihrer Stimmen.

Nach nur einem Jahr als Gleichstellungsbeauftragte in Hasbergen hatte Stephanie Funke sich verabschiedet, weil sie ein Angebot aus dem westfälischen Espelkamp annahm, um dort die Frauenberatungsstelle zu leiten. Daraufhin benötigte die Hüggelgemeinde wieder Ersatz und ihre Vorgängerin zeigte sich bereit, Funkes Nachfolge anzutreten. Erstmals war Tolksdorf-Krüwel bereits im Jahr 2012 Hasberger Gleichstellungsbeauftragte geworden. Seinerzeit war ihre Vorgängerin Christiane Knuth nach 24 Jahren in den Ruhestand gegangen.

Jeweils halbe Stelle als Gleichstellungs- und Flüchtlingsbeauftragte

Mit jeweils einer halben Stelle wird Tolksdorf-Krüwel künftig ihrer Arbeit als Gleichstellungs- und Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde nachgehen. Das befristete Arbeitsverhältnis als Flüchtlingssozialarbeiterin wurde bis zum März 2019 verlängert. Vor zwei Jahren hatte die damals 58-Jährige unserer Redaktion gesagt: „Eigentlich wollte ich halbtags als Flüchtlingssozialarbeiterin und halbtags als Gleichstellungsbeauftragte weiterarbeiten, aber das hätte nicht geklappt.“ Die Arbeit mit Flüchtlingen nahm damals, wenige Monate nach dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, deutlich mehr Zeit als die Gleichstellungsarbeit ein. Daher hatte sie sich im Frühjahr 2016 für die Flüchtlinge entschieden, weil sie sich ohnehin bereits vorher für die Geflüchteten engagiert hatte. So hatte sie schon 2015 die Koordination zwischen Verwaltung und Flüchtlingsforum übernommen. Doch mittlerweile ist auch die Arbeit mit den Flüchtlingen ruhiger geworden und sie muss nicht mehr so oft „Feuerwehrfrau“ spielen, wie sie sagt. So muss die Diplom-Pädagogin nicht mehr täglich die Flüchtlingsunterkünfte besuchen. Ihre Arbeit wurde planbarer, weil auch die Geflüchteten selbstständiger geworden sind. Auch die beiden Bufdis (Bundesfreiwilligendienstleistende) der Gemeinde, die selbst Flüchtlinge sind, nehmen ihr viel ab. Darüber hinaus übernehmen auch die Ehrenamtlichen aus dem Flüchtlingsforum viele Aufgaben. Daher hat sich Tolksdorf-Krüwels Meinung geändert, und sie traut sich mittlerweile doch zu, halbtags als Flüchtlingssozialarbeiterin und halbtags als Gleichstellungsbeauftragte zu arbeiten.

„Schönes Symbol am Internationalen Frauentag“

CDU-Fraktionschefin Susanne Breiwe freute sich über „das schöne Symbol, am Internationalen Frauentag eine Gleichstellungsbeauftragte zu berufen“.

Katja Mittelberg-Hinxlage (SPD) betonte: „Wir halten es für wichtig, dass die Gemeinde Hasbergen eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte hat.“ Der Sprecher der CDW/FDP-Gruppe, Sönke Siegmann, entgegnete: „Hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte halte ich für unsere Gemeinde nach wie vor für einen besonderen Luxus“. Die Person Marita Tolksdorf-Krüwel begrüße Siegmann aber außerordentlich. Daher kündigte er an, dass die CDW/FDP-Gruppe nicht gegen die Berufung der Gleichstellungsbeauftragten votieren werde, sondern sich lediglich enthalten werde.

„Die Gemeinde Hasbergen hat ein hohes Vertrauen in Ihre Arbeit“

Bürgermeister Holger Elixmann übergab Tolksdorf-Krüwel nach der einstimmigen Wahl einen Blumenstrauß und betonte: „Frau Tolksdorf-Krüwel hat mit allen immer sehr gut zusammengearbeitet. Wir haben ein hohes Vertrauen in Ihre Arbeit und freuen uns über diese Entscheidung sehr.“

„Es fiel mir schwer, die Gleichstellungsarbeit für die Flüchtlingssozialarbeit aufzugeben“

Tolksdorf-Krüwel bedankte sich für das Vertrauen: „Mir ist es vor zwei Jahren schwer gefallen, die Gleichstellungsarbeit für die Flüchtlingssozialarbeit aufzugeben. Jetzt freue ich mich sehr, zusätzlich auch noch als Gleichstellungsbeauftragte arbeiten zu dürfen.“ Es sei ihr weiterhin aber auch wichtig, die Flüchtlingssozialarbeit fortzuführen, denn sie weiß: „In diesem Bereich ist auch sehr viel zu tun.“


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