Vergabeverfahren vorgestellt Transparenz für Neubau des Hasberger Feuerwehrhauses

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Anfang Februar wurde das Grundstück für das neue Hasberger Feuerwehrhaus am Kreisverkehr in der Tecklenburger Straße gerodet. Foto: Gert WestdörpAnfang Februar wurde das Grundstück für das neue Hasberger Feuerwehrhaus am Kreisverkehr in der Tecklenburger Straße gerodet. Foto: Gert Westdörp

Hasbergen . Das Vergabeverfahren für den Bau eines neuen Kombi-Gebäudes für die Freiwillige Feuerwehr und das DRK kommt in Gang. Im Verwaltungsausschuss haben sich alle Fraktionen in der vergangenen Woche auf Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit festgelegt. Im Feuerwehrausschuss wurden jetzt erste Einzelheiten des Verfahrens vorgestellt.

Was Fachleiter Heiner Kastilan während dieser Sitzung ausführte, war nicht frei von trockenem Verwaltungsdeutsch, entsprach aber der Linie, die sich Politik und Verwaltung gegeben haben. „Wir wollen alles öffentlich besprechen, was das Verfahren für die Vergabe, Planung und den Bau des neuen Feuerwehrhauses betrifft“, hatte der Ausschussvorsitzende Heiko Dölling eingeleitet. Kastilan erläuterte anschließend die einzelnen Schritte, die die erste Phase, das Vergabeverfahren, betreffen.

Wie inzwischen gesetzlich vorgegeben, wird die Vergabe europaweit ausgeschrieben. Ziel ist, im Rahmen des von der Verwaltung festgelegten Umfangs der Baumaßnahme Architekten und Planer zur Abgabe eines Angebots über den sogenannten Schwellenwert der zu erbringenden Leistungen anzuregen. Zu diesen Leistungen zählen nötige Materialaufwendungen, Arbeitslöhne aber auch das Architektenhonorar.

Auftragslage im Bausektor ist gut

Kastilan rechnet mit etwa 20 Einsendungen auf die Offerte. „Die Auftragslage im Bausektor ist gut, da sind viele Kräfte gebunden“. Relativ sicher ist die Art des Vergabeverfahrens, auf das sich die Politik wohl festlegen wird. „Vorbehaltlich der Entscheidung des Verwaltungsausschusses, der am Donnerstag zusammentritt, wird wohl das offene Vergabeverfahren bevorzugt“, so Kastilian. Diese Vergabeform unterscheidet sich gegenüber den anderen, dem nicht offenen und dem Verhandlungsverfahren, durch seine kürzere Dauer. Diese Wahl ist verständlich, schließlich sind seit dem ersten Ratsbeschluss zum Neubau im Sommer 2015 bereits zweieinhalb Jahre vergangen, ohne dass das Projekt angegangen wurde. Grund dafür waren unterschiedliche Positionen der Fraktionen gewesen, jedoch auch die Frage der Finanzierung und die Miteinbeziehung des DRK in das Projekt.

Wichtig für dieses Vergabeverfahren: „In diesem ersten Schritt wollen wir einen Planer finden, der das Bauvorhaben umsetzen kann. Es werden noch keine Pläne eingereicht werden, die das Gebäude zeigen, sondern ausschließlich die Kompetenz für die Durchführung eines solchen Projekts und dessen Kosten dargestellt“, machte Kastilan die Ausschussmitglieder aufmerksam.

Aus diesem Grund bleibt der Wunsch der Feuerwehrführung nach einer siebten Fahrzeugbox im neuen Gebäude auch noch im Diskussionsraum stehen. Gemeindebrandmeister Steve Krauß will den zusätzlichen Platz für ein Fahrzeug der Jugendfeuerwehr. „Zur Finanzierung habe ich mir überlegt, Geschäftsleute als Sponsoren zu werben. Sie können symbolisch einen Stein erwerben“, erklärte er.


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