Kirchenvorstandswahl Aufkreuzen und Mitwählen in Hasbergen

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Sechs von zwölf Kandidaten der Hasberger Christusgemeinde freuen sich auf viele Wähler am kommenden Sonntag. Von links: Andreas Günther, Ilka Sleutel, Ubbo Weerts, Judith Weißenburg, Karin von Moeller und Peter Schröder (v. l.) wollen in den Kirchenvorstand. Foto: Stefan BuchholzSechs von zwölf Kandidaten der Hasberger Christusgemeinde freuen sich auf viele Wähler am kommenden Sonntag. Von links: Andreas Günther, Ilka Sleutel, Ubbo Weerts, Judith Weißenburg, Karin von Moeller und Peter Schröder (v. l.) wollen in den Kirchenvorstand. Foto: Stefan Buchholz

Hasbergen. 3000 Kirchenmitglieder können am kommenden Sonntag den neuen Kirchenvorstand der evangelischen Christusgemeinde wählen. Um die sieben Plätze bewerben sich diesmal zwölf Kandidaten.

Die jüngste von ihnen ist Judith Weißenburg. Mit 18 Jahren steckt sie schon in einem Dualen Studium der Betriebswirtschaftslehre – und findet Zeit, sich in der Kirchengemeinde zu engagieren. Sie ist eigentlich immer schon dabei gewesen, sagt die Studentin. Mit Taufe und Konfirmation hat sie die normalen Stationen eines Christen durchlaufen. Es folgte die Mitarbeit beim weihnachtlichen Krippenspiel und die Teilnahme beim Lesen in der Osternacht. Um die Gruppenarbeit für Jugendliche will sie sich im Fall ihrer Wahl kümmern. Dass sie den Sprung in den Kirchenvorstand machen will, hatte sie vorab schon selbst überlegt.

Junge Leute sind Glücksfall für den Vorstand

Die Studentin ist ein Glücksfall. Das meint Pastor Guido Schwegmann-Beisel. Weil es schwer sei, junge Leute für den Kirchenvorstand zu gewinnen. „Viele sind ja während der Ausbildung und in den ersten Berufsjahren nicht mehr da“, so der Theologe. Und noch Jüngere kommen nicht auf die Wahlliste. Erst ab 18 Jahren ist man für den Kirchenvorstand wählbar.

Immerhin hat die Christusgemeinde noch vor der Wahl dafür gesorgt, dass Jugendliche diesmal auch mitentscheiden dürfen. Dafür wurde das Wahlalter von 16 auf 14 Jahre gesenkt. „Mit der Konfirmation werden sie religionsmündig und sollen auch Verantwortung für die Gemeinde übernehmen“, meint Pastor Schwegmann-Beisel.

Aktion für Erstwähler

Apropos 14: Für die jungen Erstwähler gibt es am kommenden Sonntag die Aktion „14“. Dabei sollen die Jugendlichen um 14.14 Uhr aufkreuzen und ihre Kandidaten bestimmen.

Mit 75 Jahren ist Ubbo Weerts der älteste Kandidat. Und der Erfahrenste. Seit 40 Jahren ist der in Hasbergen bekannte, weil engagierte Weerts bereits im Kirchenvorstand. „Ich mache mit, weil es Spaß macht“, bekennt er. Die Christusgemeinde beschreibt er als lebendig, weil dort sehr viel laufe. „Das hat auch mit dem Pastorenehepaar zu tun. Mit anderen war das auch schon mal anders“, lässt Weerts durchblicken.

Jeder kann Ideen einbringen

Einig ist sich die Handvoll der Kandidaten, die nach dem vergangenen Sonntagsgottesdienst noch Zeit zum kurzen Gespräch hatte: In die Christusgemeinde kann jeder seine Ideen einbringen. „Ich nenne das immer Schwarmintelligenz: Dass viele auf urdemokratische Weise mitmachen können“, lobt etwa Kandidat Peter Schröder die evangelische Gemeinde. Anders als vor Jahrzehnten sitzen im Kirchenvorstand auch nicht mehr die sogenannten Honoratioren des Ortes. Sondern diejenigen, die wie Andreas Günther beispielsweise motiviert wurden, weil seine Kinder so begeistert über ihre Aktivitäten in der Gemeinde berichteten. Oder Karin von Moeller, die sich nach der nicht mehr ganz so fordernden Familienzeit nun stärker in der Kirche einbringen möchte. Um nur zwei von verschiedenen Motivlagen zu benennen.

Gewählt werden kann am Sonntag, den 11. März in der Zeit von 9 bis 18 Uhr im Gemeindehaus, Martin-Luther-Straße 2 in Hasbergen.


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