Stadtwerke Lengerich zu Gast Hasberger Ausschuss informiert sich über Energieversorger

Von Andreas Wenk

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Ein Ausflugstipp des Bürgermeisters für die Ausschussmitglieder ist das Regenrückhaltebecken am Wilkenbach, das seit Kurzem von Schafen bevölkert wird. Foto: Carolin HlawatschEin Ausflugstipp des Bürgermeisters für die Ausschussmitglieder ist das Regenrückhaltebecken am Wilkenbach, das seit Kurzem von Schafen bevölkert wird. Foto: Carolin Hlawatsch

awen Hasbergen. Die Stadtwerke Lengerich (swl) drehen ein großes Rad. Das machte Geschäftsführer Martin Schnitzler am Donnerstagabend im Ausschuss für Gemeindewerke, Friedhofswesen und Umwelt deutlich.

So berichtete er über die Vielfalt der Beteiligungen. Die reichen bis hin zu den riesigen Windparkanlagen vor Borkum. Allein die drehbare Gondel an der Spitze einer solchen Anlage wiegt 350 Tonnen, so Schnitzler und vermittelte damit einen Eindruck von der Dimension solcher Investitionen.

Die swl sind daran allerdings nur zu einem Bruchteil über die Trianel beteiligt, verfügen aber über ein weitverzweigtes Netz von Firmenanteilen, Kooperationen und Partnerschaften. Deren Ziel sei es, Risiken zu streuen, die Versorgungssicherheit preiswert zu gewährleisten und Hasbergen wie den anderen Eigentümer-Kommunen, Einnahmen und Mitspracherechte zu garantieren. Wert legte Schnitzler darauf festzustellen, dass die swl den Bürgern gehört und Überschüsse wieder an die Städte und Gemeinden als Eigentümer zurückfließen. Nicht „shareholder value“ stehe deshalb im Mittelpunkt, sondern das Gemeinwohl. Die privatwirtschaftliche Organisationsform biete lediglich die Chance, etwa steuerliche Vorteile nutzen zu können. Als Beispiel nannte er die Möglichkeit, Verluste aus einer Bäder GmbH mit Gewinnen an anderer Stelle verrechnen zu können.

Schnitzler hielt seinen Vortrag auf Wunsch des Ausschusses, der sich grundsätzlich über die swl, ihre Aktivitäten und Kompetenzen informieren wollte. Erst im Dezember hatte die Gemeinde einen Konzessionsvertrag über das Gas-Versorgungs-Netz mit der swl unterzeichnet.

Trinkwasseranschlüsse werden günstiger

Wichtigster Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Festsetzung der Trinkwasserabgaben. Dabei geht es um einmalige Anschlussgebühren bei der Grundstückserschließung. Der Ausschuss folgte den Berechnungen der „Comuna“, einer Gesellschaft für Kommunal- und Wirtschaftsberatung, und setzte den Beitrag auf 4,80 Euro pro Quadratmeter der Berechnungsgrundlage fest, rund fünf Prozent weniger als zuvor. Ein Hausanschluss auf einem 500 Quadratmeter großen Grundstück, von dem 25 Prozent der Fläche angerechnet würden, kostet demnach 600 Euro.

Beweidungsprojekt gestartet

Gleich zu Beginn hatte Bürgermeister Holger Elixmann den Ausschussmitgliedern nahegelegt, sich das Regenrückhaltebecken „Am Wilkenbach“ anzusehen. Dort seien die ersten Schafe eingetroffen. Landkreis, Stadt und der Verein Weidelandschaften haben dort ein Gemeinschaftsprojekt gestartet. Im Mai sollen nach Vereinsangaben schottische Hochlandrinder und Schwäbisch-Hällische Landschweine folgen. Die sollen dafür sorgen, dass der Boden immer wieder aufgewühlt wird, um seltene Pflanzenarten davor zu bewahren, überwuchert zu werden.


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