Rotes Kreuz schult Teilnehmer Kurse für Kindernotfälle im Familienzentrum Hasbergen

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Hasbergen. Was ist zu tun bei einem Kindernotfall? Petra Kirk, zuständig für die Breitenausbildung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), vermittelte 18 Teilnehmern am Montagabend im DRK-Heim Hasbergen entsprechende Vorgehensweisen.

„Es ist eigentlich Bürgerpflicht Erste Hilfe zu leisten“, betonte Petra Kirk, gleich zu Beginn des Seminars. Ihrer Ansicht nach wäre es sinnvoll, einen Erste-Hilfe-Kurs alle zwei Jahre zur Pflicht zu machen. Viele Menschen seien verunsichert, hätten Angst etwas falsch zu machen und würden deswegen im Notfall nicht eingreifen. „Dabei ist das Einzige, was man dann falsch machen kann, das Nicht-Helfen“.

Wärmedecke und Rettungsdienst

Eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Ersten Hilfe sei es, die verunglückte Person, egal ob Kind oder Erwachsener, warm zu halten, zum Beispiel mit der Rettungsdecke aus dem Verbandskasten im Auto. Und auch den Rettungsdienst über die Telefonnummer 112 zu benachrichtigen, schaffe doch jeder. Natürlich gibt es noch viele weitere Hilfsmaßnahmen und so lernten die Kursteilnehmer am Montag verschiedene Techniken um einen Verband anzulegen, die Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie die stabile Seitenlage für verunfallte Kinder. Da Kinder über eine vergleichsweise geringe Blutmenge verfügen, kann schon ein leichter Blutverlust negative Auswirkungen haben. Deswegen müsse, wenn ein normaler Verband nicht ausreicht, ein Druckverband angelegt werden. Bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung, dürfe nicht so stark gepustet und gedrückt werden wie bei Erwachsenen, da der Brustkorb und die Organe von Kindern zarter und kleiner sind. Die stabile Seitenlage für Kinder hingegen, sei die gleiche wie bei Erwachsenen.

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Prävention als wichtiger Baustein

Neben den direkten Hilfspraktiken beschäftigten sich die Kursteilnehmer auch mit dem Thema Prävention. „Kinder müssen sich ausprobieren dürfen. Eltern sollten sie nicht ständig verunsichern, indem sie das Klettern auf Stuhl oder Baumstamm unterbrechen“, erklärte Petra Kirk. Wichtig sei es, Kinder dafür im Vorfeld sicher zu machen.

Seit nunmehr zehn Jahren leitet die hauptberufliche Tagesmutter Petra Kirk ehrenamtlich Erste-Hilfe-Kurse beim DRK. „Im Laufe der letzten Jahre hat man versucht, die Hilfsmaßnahmen immer weiter zu vereinfachen, sodass es leichter wird, im Notfall zu helfen“, stellt sie fest. Beim Kurs in Hasbergen wurde sie nun von ihrer Tochter Nicole unterstützt, die ebenfalls Ausbilderin für Erste-Hilfe-Kurse werden möchte.

Weitere Kurse

Das an zwei Abenden jeweils über drei Stunden stattfindende Seminar richtet sich an Eltern, Großeltern, Erzieher und Tagesmütter. „Die Teilnahme an diesem Kurs ist wichtige Voraussetzung für meinen Beruf“, sagt Annina Sommerkamp, angehende Tagesmutter aus Osnabrück. Ihr gegenüber sitzt Veronica Jusak. Die 26jährige Bissendorferin ist seit fast zehn Jahren ehrenamtlich als Rettungssanitäterin im Einsatz. „Nun möchte ich zudem eine Fortbildung zum „Ausbilder für Erste-Hilfe-Kurse“ absolvieren“, berichtet sie.

Der zweite Teil des Kurses „Erste Hilfe am Kind“, veranstaltet vom Familienzentrum Hasbergen, findet am Montag, 26. Februar statt. Auf der Internetseite des DRK Kreisverband Osnabrück-Land e.V. werden weitere Kursangebote angezeigt. Anmeldungen erfolgen unter www.drk-os-land.de.


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