Fehler bei Netzumstellung Falsch verbunden in Hasbergen und Hagen

Von Volker Poerschke

Analoges Telefonieren gehört bis Ende des Jahres der Vergangenheit an. In Hagen und Hasbergen gab es bei der Umstellung aufs digitale Netz bei der Telekom Schwierigkeiten. Symbolfoto: Jan-Philipp Strobel/dpaAnaloges Telefonieren gehört bis Ende des Jahres der Vergangenheit an. In Hagen und Hasbergen gab es bei der Umstellung aufs digitale Netz bei der Telekom Schwierigkeiten. Symbolfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Hasbergen/Hagen. Das Netz der Zukunft ist alles, nur nicht analog. Bis Ende des Jahres will die Deutsche Telekom ihr analoges Netz komplett abschalten. Alle alten Telefonanschlüsse werden auf die digitale IP-Technologie umgestellt. So auch am Wochenende in Hasbergen und Hagen. Dabei sind nun allerdings Probleme aufgetreten.

Aufgefallen sind die Schwierigkeiten bei der Netzumstellung den Maltesern in Osnabrück. Sie bieten in Hagen und Hasbergen Hausnotrufsysteme an. Über sie kann im Notfall Hilfe herbeigerufen werden. Ein Knopfdruck reicht, und der Sprechkontakt zu den Mitarbeitern der Malteser wird hergestellt – über die Telefonleitung. Das funktioniert auch weiterhin, genauso wie das Raustelefonieren. Hilfe kommt also immer. „Beim Versuch, unsere Kunden zurückzurufen, um zu fragen, ob wieder alles in Ordnung sei, erreichten wir allerdings in mehreren Fällen nicht die Kunden, die uns zuvor angerufen hatten, sondern völlig Fremde“, schildert Malteser-Mitarbeiterin Beate Albers. Da es sich um Rückrufe handelte, konnte sich auch niemand einfach verwählt haben.

Kein Massenphänomen

Der Knackpunkt liegt in der Vermittlungsstelle. Hier wurden bei der Netzumstellung auf IP-Telefonie am Wochenende den Rufnummern offenbar falsche Anschlüsse zugewiesen. IP-Telefonie heißt übersetzt „Internet-Protokoll-Telefonie“ und macht somit auch schon deutlich, wer von dem Problem überhaupt betroffen ist: In erster Linie geht es um Anschlussinhaber, die bis heute nichts mit dem Internet am Hut haben und noch einen alten, analogen Telefonanschluss hatten. Betroffen von der falschen Vernetzung waren nach Auskunft der Telekom 145 ehemals analoge Anschlüsse.

Neuschaltung läuft

Wie Albers berichtet, sah das Unternehmen zunächst vor kommenden Freitag, 23. Februar, allerdings keine Möglichkeit zu handeln. Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte die Deutsche Telekom jedoch mit, dass die Neuschaltung der Anschlüsse bereits bis Montagabend abgeschlossen sein sollte.