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Bauausschuss am Montag um 19 Uhr „KuBA“-Architekten aus Münster gestalten Neue Mitte Hasbergen

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Hasbergen. Die Entscheidung ist gefallen: Der Sieger des Architektenwettbewerbs für die Neue Mitte Hasbergen darf seine Pläne umsetzen. Im Januar hatte die Gemeinde noch Gespräche mit den Architekten geführt, die auf den Plätzen eins bis drei gelandet waren. Jetzt steht fest: Die Arbeitsgemeinschaft der Münsteraner Architekten Kuckert, Burhoff und Abdelkader (KuBA) darf ihren Entwurf realisieren.

Als Projektleiter für die Arbeitsgemeinschaft der Architekten wird Christian Kuckert den Entwurf im Hasberger Bauausschuss am Montag um 19 Uhr im Rathaus noch einmal detaillierter vorstellen. Auf Anfrage unserer Redaktion beschreibt er, welche Kriterien in der letzten Phase ausschlaggebend waren: „Alle drei Entwürfe sind noch einmal von einem externen Büro geprüft worden. Dabei ging es auch um die Wirtschaftlichkeit — also ein gutes Verhältnis von Nutzflächen zu Nebenflächen.“ Konkret bedeutet das, dass möglichst wenig Geld etwa für Flure ausgegeben werden soll. Wichtig waren in dieser letzten Phase aber auch die Platzierung beim Architektenwettbewerb und die Erfahrungen, die die Architekten insgesamt schon mit größeren Projekten gemacht haben. Zu den Kosten des vorgesehenen Projekts sagt Kuckert: „Die Gesprächsgrundlage waren Netto-Baukosten von 3,6 Millionen Euro. Daran werden wir uns orientieren.“ Zusammen mit den Baunebenkosten von geschätzt 20 Prozent plant die Gemeinde mit Baukosten für das neue Rathaus in Höhe von rund 4,1 Millionen Euro.

„Die Hasberger Neue Mitte ist ein sehr schönes Projekt“

Da nun entschieden wurde, wer den Planungsauftrag für das Grobkonzept bekommt, wollen die KuBA-Architekten mit der Stadt und den Mietern ins Gespräch gehen. „Kleinere Änderungen sind dabei in Absprache mit den Mietern natürlich immer möglich“, führt Kuckert aus. Auch die konkreten Baukosten seien auf Grundlage der anstehenden Gespräche noch zu ermitteln. Kuckert zeigte sich sehr glücklich, dass die Wahl auf die KuBA-Architekten fiel: „In Hasbergen schreit es danach, einen Mehrwert für den Ort zu schaffen, wo man sich trifft, miteinander redet und gemeinsam feiert. Wenn man eine Neue Mitte schaffen darf, worauf der Bürger stolz sein kann, dann ist das ein sehr schönes Projekt.“

400 Quadratmeter großer Gemeindeplatz

Geplant ist, dass sich im Erdgeschoss des Rathauses die neue Gastronomie befinden soll. Das Büro des Bürgermeisters etwa soll im Verwaltungsbereich darüber mit Blick auf den neuen rund 400 Quadratmeter großen Gemeindeplatz angesiedelt werden. Über eine Verbindungsbrücke ist das zweite Verwaltungsgebäude, in dem auch das Standesamt vorgesehen ist, angeschlossen. An dem Platz, wo sich aktuell Volksbank und die „Zur Holzheide“ befinden, soll der Bürgersaal entstehen, in dem Ratssitzungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen stattfinden können. Die Bank und die Gaststätte sollen noch in diesem Jahr abgerissen und die Fläche für die Neue Mitte bis Jahresende komplett freigeräumt werden.

( Weiterlesen: So soll Hasbergens Neue Mitte aussehen)

Rathaus mit 908 Quadratmetern Nutzfläche

Das Rathaus soll eine Nutzfläche von 908 Quadratmetern haben, das Bürger- und Dienstleistungszentrum eine Fläche von 423 Quadratmetern. Zudem ist eine Vereinsgeschäftsstelle mit 25 Quadratmetern geplant. Die Volksbank sollte im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes an der Tecklenburger Straße nach der ursprünglichen Planung über 141 Quadratmeter verfügen. Da die Volksbank im neuen Gebäude nach eigenen Angaben aber nun keinen persönlichen Kundenservice, sondern nur noch Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker anbieten will, wird der für die Bank vorgesehene Bereich wohl doch kleiner ausfallen. Die Gastronomie soll 238 Quadratmeter groß werden.

Investoren weiter gesucht

Laut Bürgermeister Holger Elixmann soll in diesem Jahr der Vorentwurf zum fertigen Plan reifen. Auch das Bau- und Planungsrecht wird geprüft. Ganz wichtig sei es, die andere Seite der Tecklenburger Straße zu bespielen. Dazu will die Gemeindeverwaltung mit den privaten Eigentümern der Gebäude in Kontakt treten, um zu besprechen, wie sich auch diese Seite in das Konzept der Neuen Mitte harmonisch einfügen kann. Elixmann ist darüber hinaus weiterhin auf Investorensuche für die Wohnhäuser oder die Wohngeschäftshäuser im Bereich der Neuen Mitte, die beim Siegerentwurf hinter dem Dienstleistungszentrum vorgesehen sind. „Einige handfeste Interessenten“ gibt es dafür laut Elixmann aber bereits. Dieses Interesse sieht er als Beleg dafür, dass die Neue Mitte den ganzen Ort stärken wird. Der Bürgermeister verspricht, dass Politik und Verwaltung das Tempo für die Entwicklung der Neuen Mitte Hasbergen weiter hochhalten werden.


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