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Bürgermeister: Holzbude reícht nicht CDU regt Waldkindergarten in Hasbergen an

Von Jean-Charles Fays

Erst im September wurde für mehr als eine Million Euro in Hasbergen-Gaste die neue Krippe „Gaster Zauberhaus“ mit Platz für 30 Kinder eingeweiht, doch in Hasbergen wird schon in wenigen Jahren eine neue Kita gebaut werden müssen. Die CDU regt nun einen Waldkindergarten an. Foto: Gert WestdörpErst im September wurde für mehr als eine Million Euro in Hasbergen-Gaste die neue Krippe „Gaster Zauberhaus“ mit Platz für 30 Kinder eingeweiht, doch in Hasbergen wird schon in wenigen Jahren eine neue Kita gebaut werden müssen. Die CDU regt nun einen Waldkindergarten an. Foto: Gert Westdörp

Hasbergen. Die CDU regt wegen des drohenden Versorgungsengpasses in Hasberger Kitas einen Waldkindergarten für die Gemeinde an. Zum Aufenthalt bei schlechtem Wetter könne ein transportabler Holzwagen zur Verfügung gestellt werden. Bürgermeister Holger Elixmann (CDU) kommentiert: „Eine Weihnachtsmarktbude auf einem Waldgrundstück wird nicht ausreichen.“

CDU-Fraktionschefin Susanne Breiwe verweist auf einen Waldkindergarten in Osnabrück-Sutthausen mit einem naturbelassenen Spiel- und Erlebnisgelände in einem 5 Hektar großen Mischwald und teilt mit: „Vielleicht würde es sich lohnen, wenn Politik und Verwaltung mit der dortigen Einrichtung Kontakt aufnähmen, um Fragen und Antworten zum Waldkindergarten stellen zu können?“ In Sutthausen werde der Kindergarten von der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) betrieben. „Vielleicht würde ein solches Gespräch viele Vorurteile beseitigen, die gegen das pädagogische Konzept des Waldkindergartens herrschen?“, sagte Breiwe. Sie rät zudem, zu einem Abend über Waldpädagogik einzuladen, um herauszufinden, ob Hasberger Eltern sich diese Art von Kindergarten für ihre Kinder wünschen würden. Ermutigend sei, dass es mittlerweile 700 solcher Kindergärten gebe, sodass es schon lange keine alternative Art der Kinderbetreuung mehr darstelle, sondern eher eine innovative.

( Weiterlesen: Hasbergen will neue Kita nicht vor 2021 bauen)

Breiwe hält Hüggel für geeigneten Standort

Es kämen verschiedene Formen der Trägerschaft infrage: öffentliche Trägerschaft, Elterninitiativen oder etwa die HHO als Träger. „Ob dies auch rechtliche Modelle für Hasbergen sind, sollte genau geprüft werden“, erklärt Breiwe, die Hasbergen als Standort für ideal hält, weil mit dem Hüggel ein großes Waldgelände zur Verfügung stehe. Da es sich bei diesem Waldgebiet in Hasbergen aber um private Flächen handle, müsse über die Haftungsfrage gesprochen werden.

Kinderbetreuung in transportablem Holzwagen?

Breiwe erinnerte an einen transportablen Holzwagen, der bei den Weihnachtsmärkten in den vergangenen Jahren im Einsatz gewesen sei. „Diesen könnten wir gerne zum Aufenthalt für die Kinder bei schlechtem Wetter zur Verfügung stellen“, schlug Breiwe vor. Zunächst müsse aber geprüft werden, ob „eine Holzhütte die strengen Regeln der Kinderbetreuung erfüllt“. Falls Umbaumaßnahmen an der Hütte erforderlich seien, „würden wir diese natürlich auch vornehmen“, so Breiwe. Sie erinnere sich, dass vor Jahren von Hasberger Kindern und Jugendlichen ein Bauwagen umgebaut worden sei. Breiwe glaubt, dass sich dieser vielleicht auch zum Aufenthalt der Kinder eignen könnte.

Elixmann: Weihnachtsmarktbude auf Waldgrundstück reicht nicht

Bürgermeister Holger Elixmann (CDU) kommentiert Breiwes Anregungen: „Die Verfasserin stellt sich viele Fragen rund um die Thematik Waldkindergarten. Diese Fragen sind recht interessant und — wie die Verfasserin sich ja schon selber fragt — mit einer Vielzahl von Auflagen und Verpflichtungen versehen. Es wird also, wie sie schon zu Recht vermutet, nicht ausreichen, eine Weihnachtsmarktbude auf ein Waldgrundstück zu stellen.“ Elixmann hält eine Beratung in den zuständigen politischen Gremien für „denkbar“.