Abriss von Volksbank und Holzheide 2018 wird die Neue Mitte Hasbergen freigeräumt

Von Jean-Charles Fays

Bürgermeister Holger Elixmann freut sich, aus seinem Büro künftig nicht mehr auf einen Parkplatz, sondern im neuen Rathaus voraussichtlich auf den Marktplatz des neuen Ortskerns blicken zu dürfen.Foto: Thomas OsterfeldBürgermeister Holger Elixmann freut sich, aus seinem Büro künftig nicht mehr auf einen Parkplatz, sondern im neuen Rathaus voraussichtlich auf den Marktplatz des neuen Ortskerns blicken zu dürfen.Foto: Thomas Osterfeld

Hasbergen. Bürgermeister Holger Elixmann will Hasbergens wichtigstes Projekt, die Neue Mitte, in diesem Jahr weiter voranbringen. Bis spätestens März fällt die Entscheidung, ob der Sieger des Architektenwettbewerbs seinen Entwurf umsetzen darf. Bis Ende 2018 sollen die Volksbank sowie die Gaststätte „Zur Holzheide“ abgerissen werden.

Somit wird die Fläche der Neuen Mitte bis Jahresende komplett freigeräumt. Elixmann erläuterte im Gespräch mit unserer Redaktion: „Die Volksbank wird zwischenzeitlich eine andere Lösung finden, bis sie nach Fertigstellung der Neuen Mitte in dem für die Volksbank vorgesehenen Bereich einziehen wird.“

Darüber hinaus soll 2018 der Vorentwurf zum fertigen Plan reifen. Ganz wichtig wird es laut Elixmann sein, die andere Seite der Tecklenburger Straße zu bespielen: „Da werden wir mit den privaten Eigentümern der Gebäude in Kontakt treten, um zu besprechen, wie auch diese Seite mit der Neuen Mitte korrespondieren kann.“ Die Neue Mitte solle sich da harmonisch einfügen. Weiterhin möchte Elixmann 2018 weitere Investoren finden. Dabei gehe es etwa um die Wohnhäuser oder die Wohngeschäftshäuser im Bereich der Neuen Mitte, die beim Siegerentwurf hinter dem Dienstleistungszentrum vorgesehen sind. Elixmann betont: „Dafür haben wir bereits einige handfeste Interessenten. Das zeigt, wie attraktiv dieses neue Zentrum für Hasbergen wird.“ Er sieht dieses Interesse bereits als Beleg dafür, dass diese Mitte ohne Zweifel den ganzen Ort stärken werde.

Nachdem im vergangenen Jahr der Architektenwettbewerb abgeschlossen werden konnte, gilt es aber zunächst, bis Ende Januar die Gespräche mit den ersten drei Preisträgern führen, um danach endgültig zu wissen, welcher Entwurf realisiert werden kann.

Dabei gebe es verschiedene Kriterien, die den Ausschlag dafür geben, welcher Architektenentwurf den Zuschlag bekommt. „Ein wichtiges Kriterium ist natürlich die Platzierung beim Architektenwettbewerb“, macht Elixmann deutlich. Somit gilt es als wahrscheinlich, dass der Entwurf der Architektur-Arbeitsgemeinschaft KuBA (Kuckert, Burhoff, Abdelkader) aus Münster, der sich bei dem Architekturwettbewerb durchgesetzt hat ( wir berichteten), auch den Zuschlag bekommen wird. „Der Sieger hat selbstverständlich einen Vorsprung“, betont Elixmann. Weitere Faktoren seien der Angebotspreis für die Architektenleistung und die Erfahrungen, die die Architekturbüros insgesamt schon mit Planungen gemacht haben. So könne ein Kriterium sein, ob ein renommierter Architekt dabei ist oder ob jemand das erste Mal so ein größeres Projekt durchführt. Elixmann prognostiziert: „Noch im ersten Quartal wissen wir, welcher Architekt das Projekt realisieren wird.“ Danach soll der Architekt in die Feinplanung gehen.

Hinsichtlich der Projektkosten sagt Elixmann: „Dann wird man sich dem finanziellen Bereich nähern können.“ Die Kosten sollen berechnet werden, indem das Raumprogramm mit den entsprechenden Baupreisen, die laut Elixmann „aktuell allerdings eine ganz interessante Entwicklung nehmen“, multipliziert werden: „Nach der Feinplanung kennen wir die exakt vorgesehene Nutzfläche und können so die Gesamtkosten genauer kalkulieren.“ Der Beschluss der Politik nach der Bürgerbefragung besagt, dass es bei Netto-Baukosten von 3,6 Millionen Euro bleiben soll. Zusammen mit den Baunebenkosten von geschätzt 20 Prozent plant die Gemeinde mit Baukosten für das neue Rathaus in Höhe von rund 4,1 Millionen Euro. Dem Hasberger Bürgermeister ist es wichtig herauszustellen: „Das wird natürlich von allen Verantwortlichen berücksichtigt werden.“ Es sei auch klar, dass regelmäßig in den Sitzungen des Bauausschusses Bericht erstattet werde. Das Verfahren bleibe somit transparent und nachvollziehbar. „Die Beschlüsse der Politik gelten weiterhin vollinhaltlich.“ Elixmann verspricht für das wichtigste Hasberger Projekt: „In diesem Jahr werden wir – also Politik und Verwaltung - das Tempo hochhalten.“