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Vier Gruppen belohnt Harener Klimaschutzpreis verliehen

Von Tobias Böckermann | 17.12.2015, 20:11 Uhr

Die Stadt Haren hat vier Gruppen mit dem RWE-Klimaschutzpreis 2015 ausgezeichnet. Damit werden seit zehn Jahren Umwelt- und Naturschutzprojekte gewürdigt.

In Haren entscheidet eine Jury über die Preisvergabe , zu ihr gehören neben Vertretern der Stadtverwaltung und des Rates auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland und der Nabu. In diesem Jahr konnten alle vier Bewerber mit einem Preisgeld bedacht werden, die Jury hatte aber zu entscheiden, wer wie viel Geld bekommt und wie platziert wird. In einer Feierstunde im Ratssaal überreichten Bürgermeister Markus Honnigfort, Stadtbaurat Henrik Brinker, Ratsherr Heinz Over und RWE-Kommunalbetreuer Hermann-Josef Jansen die Auszeichnungen.

Große Bandbreite

Der mit 1000 Euro dotierte erste Platz ging an die Georgschule in Altharen. Die Bewertungskommission überzeugte das Projekt eines „Sinnes- und Entspannungsgartens“, der im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit den Kindern angelegt wurde. Ein Insektenhotel, Nistkästen und Vogeltränke ermöglichen die Beobachtung tierischer Gartenbewohner aus nächster Nähe, ein Barfußpfad aus Moos, Kies, Sand und Mulch lädt zum „Erfühlen“ ein. Zum Riechen animieren die eigens geschaffene Kräuterecke sowie ein Blumengarten. Auch Beete mit Erdbeer- und Zucchini-Pflanzen sind vorhanden.

Stellvertretend für die Bewertungskommission lobte Stadtbaurat Henrik Brinker den hohen pädagogischen Wert des Projektes: „Mit einfachen Mitteln schafft die Georgschule ein Naturerlebnis für Kinder und macht Natur erfahrbar.“

Mit dem zweiten Platz wurde das Projekt „Be(e) Future“ des Fördervereins Imme Bourtanger Moor e.V. ausgezeichnet. Bereits seit 2012 widmet sich der Verein der Bienenzucht und Imkerei. Auf dem Vereinsgelände in Wesuwermoor wurden seitdem eine Streuobstwiese und ein Bienenprüfstand angelegt. Aber auch Schulungen gehören zum Programm, wie die Fortbildung „Königinnenvermehrung und professionelle Zuchtarbeit für Imker“.

Der Sportverein DJK Fehndorf und die Clemensschule Wesuwe teilen sich den dritten Platz. Bereits zum zweiten Mal hatte der SV einen Umwelttag gestartet, 30 Kinder und 20 Erwachsene befreiten die Landschaft von Müll. Am Fehndorfer Sportplatz war zudem ein Insektenhotel aufgestellt worden.

Die Clemensschule hatte eine grüne Schulhofwand angelegt. Verschiedene Kletterpflanzen beranken ein Holzgerüst, dienen als Laube und Windschutz und verbessern das kleinräumige Klima auf dem Schulhof.

Das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro stellt die RWE Deutschland AG zur Verfügung und lobte den Preis auch für 2016 aus. Den Preis gibt es in allen Kommunen, die zum RWE-Vertriebsgebiet gehören.