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Verkehrsausschuss der IHK tagte in Haren „Binnenschifffahrt hat Zukunft“

Von PM. | 22.09.2011, 13:38 Uhr

„Das Binnenschiff ist ein Verkehrsträger mit Zukunft.“ Dies erklärte Rolf Meyer, Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Meyer & Meyer.

Wie die IHK in einer Presseerklärung mitteilte, unterstrich Reeder Martin Deymann aus Haren, bei dem der Verkehrsausschuss jetzt tagte, diese Einschätzung. Die auf Tankschifffahrt spezialisierte Reederei stelle ihre Flotte mit neuen Schiffskonzepten sowie moderner Antriebs- und Abgasreinigungstechnik neu auf. „Wir bringen derzeit moderne Doppelhüllenschiffe auf den Markt. Allerdings bleibt die Marktsituation bis zum Verbot der alten Einhüllenschiffe im Jahr 2018 angespannt“, beschrieb Deymann die konjunkturelle Situation.

Das Binnenschiff hat bundesweit einen Anteil von rund zehn Prozent am Güteraufkommen. Als einziger Verkehrsträger weise die Wasserstraße heute noch Kapazitätsreserven auf, hieß es. Zudem verfüge es über ökologische Vorteile beim Transport von Massengütern über größere Entfernungen. Darum rechneten die Experten mit einem steigenden Transportaufkommen.

Vor diesem Hintergrund unterstrich Michael Heinz, Vizepräsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West in Münster, dass der Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals wegen seiner Bedeutung für die Binnenschifffahrt nicht zur Disposition steht.

Meyer wies auf den hohen Investitionsbedarf bei den drei Verkehrsträgern Straße, Schiene und Wasserstraße hin. „Der Erhalt und zukunftsfähige Ausbau unserer Infrastruktur hakt bei allen Verkehrsträgern. Hierfür stellt der Staat zu wenig Geld bereit. Dies wird uns in der Zukunft erhebliche Probleme bereiten“, so sein Fazit.