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Polizei geht von Unglück aus Haren: Frau bleibt in Altkleider-Container hängen und stirbt

08.01.2013, 08:04 Uhr

Tragisch endete am Montagabend der Versuch einer 60-Jährigen, Kleidung aus einem Container in Haren zu ziehen. Sie blieb mit einem Arm darin hängen und starb.

Das Unglück ereignete sich auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes am Ridderingsesch. Nach Polizeiangaben war die Frau auf den Gepäckträger eines Fahrrades geklettert und hatte mit einem Arm in die Klappe des Containers gegriffen. Ob sie darin nach brauchbarer Kleidung suchte oder zuvor eingeworfene Teile wieder herausholen wollte, ist nicht mit Sicherheit geklärt.

Unklar ist auch, ob das Zweirad bei der Aktion weggerutscht ist und die Frau keinen Grund mehr unter den Beinen hatte. Fest steht, dass ein Arm der 60-Jährigen in der sich schließenden Klappe eingeklemmt wurde. Sie konnte sich aus dieser Lage nicht mehr selbst befreien. Ein Polizeisprecher sagte, dass der Verunglückten offensichtlich der besondere Schließmechanismus der Containerklappe zum Verhängnis wurde. Er ist dafür da, dass lediglich Kleidungsstücke in das Behältnis geworfen werden, nicht aber daraus gefischt werden können.

Wie lange die Frau in dem Container gefangen war, ist nicht mit Sicherheit geklärt. Sie soll gegen 21 Uhr noch unversehrt gesehen worden sein. Etwa eineinhalb Stunden später fanden Angehörige sie tot an dem Container, die zuvor nach ihr gesucht hatten, da sie nicht nach Hause gekommen war.

Ein Fremdverschulden an dem Tod der 60-Jährigen schließt die Polizei mittlerweile aus. Es sei vielmehr davon auszugehen, dass sie infolge gesundheitlicher Probleme starb. Eine entscheidende Rolle könne die Stresssituation gespielt haben, in der sich die Frau befand.

Polizei und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen abgeschlossen.