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Paddler sammelt Flaschenpost Ausstellung im Schifffahrtsmuseum Haren

05.07.2014, 16:30 Uhr

mek Haren. „Wo kann man denn deine Flaschenpostsammlung mal öffentlich sehn, Franky?“ Diese Frage bekommt der Meppener Frank Beerens sehr oft gestellt. Die Lösung ist gefunden: Franky kooperiert mit dem Schifffahrtsmuseum in Haren und hat dort gemeinsam mit den Mitgliedern des Heimatvereins eine Sonderausstellung installiert.

Seit vielen Jahren paddelt Franky die Hase und die Ems ‚rauf und runter’. „Dort wimmelt es von weggeworfenen Flaschen und in dem Glas- und Plastikmüll schlummern aber auch versiegelte Botschaften, die mit Bedacht in die Gewässer in Norddeutschland gelangten“, weiß Franky zu berichten. Und Beerens hat sich darauf spezialisiert, diese Nachrichten zu finden. So wurde er mit der Zeit zum leidenschaftlichen Flaschenpost-Sammler. „Das passt ‚wie Faust aufs Auge’ in unser Schifffahrtsmuseum“, freuen sich Gerd Janzen, Reinhard Wessels und Bernd Hermes vom Harener Heimatverein über die neuen Exponate, die wahrscheinlich als Dauerausstellung präsentiert werden sollen.

Geheime Botschaften in Flaschen gesteckt und dann auf Seereise gebracht, das habe er schon als Kind so gemacht, erzählt Franky den Museumsbetreibern. „Als kleiner Junge war ich häufig auf Borkum, habe Zettel mit meiner Adresse in leere Flaschen gefüllt und haben Flachen mit Briefen in die Nordsee geschmissen“, erinnert sich Beerens gern. Jetzt findet er abenteuerliche Botschaften „am laufenden Band“ und hat inzwischen an die 300 davon als Flaschenpost gesammelt.

So etwa „Gretas Kugelbude“ oder eine vergilbte Flasche mit Totenköpfen und geheimnisvollen alten Schatzkarten. „Meistens haben Kinder und Jugendliche die Botschaften auf See- und Flussreise geschickt und diese Botschaften sind immer sehr liebevoll und manchmal so richtig exotisch gestaltet worden“, berichtet der Flaschenpostfanatiker.

Seine Funde stammen von Absendern aus dem Oberlauf der Flüsse und haben den Weg zur Nordsee nicht geschafft. Wenn Franky sie dann aus dem Wasser gefischt hat, schickt er jedem Absender eine Postkarte, „damit sie wissen, wo ihre geheime Botschaft gelandet ist“. Gemeinsam mit den Betreibern des Harener Schifffahrtsmuseum plant Beerens jetzt Kinderaktionen und Workshops rund um die Flaschenpost.