Ein Artikel der Redaktion

Neue Kinderkrippe in Emmeln Gut betreut im „Vogelnest“

Von Willi Rave | 25.09.2011, 13:46 Uhr

„Wir sind das Salz in der Suppe der Gemeinde“, sangen die Kleinen der Kindertagesstätte St. Josef Emmeln bei der Einweihung ihres neu gestalteten und um eine Krippe erweiterten Hauses vor den zahlreichen Ehrengästen.

Für das „Salz in der Suppe“ der Harener Ortschaft seien durch die Realisierung der Baumaßnahmen insgesamt 1,15 Millionen Euro investiert worden, erklärte Pfarrer Johannes Kinne, der die neuen Räume segnete. Unterstützung habe die das Haus tragende Kirchengemeinde durch den Landkreis Emsland, die Stadt Haren und das Bistum Osnabrück erhalten. Dank sagte der Geistliche insbesondere dem Kindergartenausschuss des Kirchenvorstandes für seinen engagierten Einsatz.

Wie die Leiterin der Kita, Eva Maria Esders, erläuterte, hat die Kirchengemeinde mit den Baumaßnahmen auf die verstärkte Nachfrage von Eltern nach individuellen und zeitlich besser koordinierten Betreuungsangeboten für die Kinder angemessen reagiert und beste Voraussetzungen für erlebnis- und lernreiche Jahre geschaffen. Der Um- und Anbau werde den entsprechenden Wünschen und Anforderungen gerecht. Die Krippe „Vogelnest“ mit ihren 15 Plätzen werde von drei Erzieherinnen betreut.

Die Maßnahme wurde nach den Plänen des bei der Einweihung von Stephanie Löning und Jürgen Schwegmann vertretenen Architekturbüros „B-Werk“ aus Spelle ausgeführt. Sie beinhaltet einen Anbau für einen Gruppenraum und die Krippe mit einem eigenen Sanitärbereich. Im Baubestand, der komplett saniert worden ist, entstand ein Ruheraum für die Krippenkinder sowie eine behindertengerechte Toilette. In das Dachgeschoss, wo ein Bewegungsraum entstanden ist, führt ein neuer Behindertenaufzug. Für die Ganztagsbetreuung sind ein Bistro, eine Küche und ein Speiseraum ausgebaut. Intensiv- und Besprechungsräume bieten den Erzieherinnen die Möglichkeit, mit den Kindern in Kleingruppen zu arbeiten. Um die Begegnung der Generationen zu fördern, wurde zwischen Kita, Bistro und Pfarrheim eine Verbindungstür eingebaut. Die geräumige und einladende Eingangshalle dient der Erschließung von Kita, Krippe und Bistro. Der integrierte Innenhof soll künftig stärker für Veranstaltungen genutzt werden.

Bürgermeister Markus Honnigfort bezeichnete die Kinderbetreuung als eine wichtige Säule der Harener Stadtpolitik. Nach der Inbetriebnahme der Krippe im KiGa St. Anna befinde man sich mit einem weiteren umfassenden Betreuungsangebot „auf Kurs für die zeitgemäße Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Im Jahre 2013 würden mit dem Ausbau des städtischen Marienkindergartens in Erika weitere 15 Plätze hinzukommen. Honnigfort unterstrich, dass die Stadt bei der Finanzierung den Löwenanteil von 500000 Euro übernommen habe. Die Kita St. Josef sei mit ihren nunmehr 90 genehmigten Plätzen mit knapp 96 Prozent gut ausgelastet. Für den Landkreis Emsland gratulierte der Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing zu dem „weiteren wichtigen Mosaikstein im Bildungs- und Betreuungsangebot für junge Menschen“. Birgit Völler vom Bistum Osnabrück erinnerte an die bisherigen „unhaltbaren räumlichen Zustände“ und erklärte: „Aus einem hässlichen Entlein ist ein stolzer Schwan geworden.“