Ein Artikel der Redaktion

Meister an der Orgel Udo Honnigfort begeistert in Haren

18.07.2014, 00:10 Uhr

Das Orgel-Konzert des Kantors an der St.-Marien-Kirche in Delmenhorst, Udo Honnigfort, in Haren war sehr gut besucht. Freunde und Kenner der klassischen Orgelmusik aus der Region wissen, dass kein anderer Organist die Kreienbrink-Orgel in der St.-Martinus-Kirche so gut beherrscht wie der in Haren geborene Orgelvirtuose.

Im Rahmen der Harener Orgeltage hatte Honnigfort ein spannendes Programm mit Werken von Bach, Vierne und Widor zusammengestellt. Mit „Orgel pur“ fasste Honnigfort seine Auswahl in der Überschrift des Programms zusammen. Gleich beim ersten Stück, Toccata und Fuge in F-Dur von Johann Sebastian Bach, erklang seine überdimensionale Heimorgel in voller Klangpracht. Eine interessante Doppelfuge, mit gekonntem Einsatz der Pedale, Virtuosität am Manual und einem prachtvollen Schluss. Es folgte das Concerto in G-Dur, das Bach an Antonio Vivaldi angelehnt hat, in den Sätzen Allegro, Grave und Presto.

Ein Höhepunkt des Konzertes war die Aufführung der Sätze Allegro und Scherzo aus der 2. Orgelsinfonie von Louis Verne. Hier gelang es Honnigfort in brillanter Weise, die „französische Mentalität“ des Werkes auf die Klangvielfalt der Kreienbrink-Orgel zu übertragen. Den krönenden Abschluss des „weltmeisterlichen“ Konzertes im Harener Dom bildete danach ein Ausschnitt aus der 2. Orgelsinfonie von Charles-Maria Widor.

Konzertant und trotzdem charmant, klar und immer brillant bewegte sich die herrliche Orgelmusik von der Pastorale hin zum Finale. Ein musikalisches Finale, das die Zuhörer begeisterte und mit dem Honnigfort die Fußballfans unter den Konzertbesuchern in das nächste Finale schickte. Es gab zum Schluss Ovationen im Stehen der Zuschauer.