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Getränke mit Blüten bezahlt Falschgeld beim Festival: Tatverdacht gegen Harener

Von Tobias Böckermann | 14.06.2016, 18:19 Uhr

Die Polizei hat einen Mann aus Haren ermittelt, der eine größere Menge Falschgeld in Umlauf gebracht hat unter anderem beim Neon Fields Festival am Wochenende.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war in der Nacht zum Samstag ab etwa 0 Uhr unerkannt eine größere Anzahl falscher 50-Euro-Noten in Umlauf gebracht und damit Getränke bezahlt worden. Insgesamt waren bei der Abrechnung am Samstagmorgen insgesamt 23 falsche 50-Euro-Scheine aufgefallen. Die Veranstalter vom Verein Klangkultur brachten den Vorfall bei der Polizei in Haren zur Anzeige.

Durch Zeugenaussagen konnte recht bald ein Mann aus Haren ermittelt werden, der beim Festival auffällig oft seine Getränke mit 50-Euro-Scheinen bezahlt und das Wechselgeld offenbar gezielt einbehalten hatte. Die zuständige Polizei in Lingen nahm Ermittlungen auf, die zur Durchsuchung bei dem 29-jährigen Harener und zur Sicherstellung von 49 weiteren falschen 50-Euro-Noten führten.

Falsche 50-Euro-Scheine waren in den vergangenen Wochen vermehrt im mittleren und nördlichen Emsland in Verkehr gebracht worden, unter anderem vor kurzem auch in einer Meppener Gaststätte im sogenannten „Bermuda-Dreieck“. Woher sie im Einzelfall stammten, ist noch unklar. Der Harener räumte aber weitere Taten dieser Art ein. Die Ermittlungen zur Herkunft des Falschgeldes dauern an. Der Mann wurde nach den polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizei weist darauf hin, dass das Beschaffen und Weitergeben von Falschgeld ein Verbrechenstatbestand ist und die angedrohte Mindestfreiheitsstrafe ein Jahr beträgt. Den Schaden haben die Empfänger des Falschgeldes: sie müssen die gefälschten Scheine abgeben und erhalten keinen Ersatz in Form von echtem Geld. Für die ehenamtlichen Neon Fields-Veranstalter ist das durchaus ein Problem: in ihrer Kasse klafft nun eine große Lücke, die einer ersten Stellungnahme zufolge „durchaus Auswirkungen auf künftige Veranstaltungen haben kann.“