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Geschichte erforscht Haren: Schüler führen Interviews mit Zeitzeugen

Von PM. | 08.09.2011, 12:31 Uhr

Im Rahmen des von dem EU-Programm „Jugend in Aktion“ geförderten Projekts „Nah und direkt – Europa vor der Haustür“ haben sich 24 Jugendliche und junge Erwachsene aus Haren mit der Geschichte ihrer Stadt beschäftigt.

Unter dem Motto „Geschichte lernen ohne Geschichtsbuch“ haben sie einer Mitteilung zufolge die Vergangenheit der Stadt erarbeitet, indem sie Einheimische mit unterschiedlichster Vergangenheit interviewen.

Meist seien nette und lustige Unterhaltungen mit den Interviewpartnern entstanden, heißt es. Während eines Spaziergangs durch die Lange Straße in Haren entdeckten die Jugendlichen Stolpersteine, die an das Schicksal derer erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. So wurden die schrecklichen Geschichten aus dem Schulbuch plötzlich greifbar.

„Meine Oma kannte sogar die jüdische Familie, die auf der Langen Straße gewohnt hat“, sagte der 15-jährige Schüler Gert Fischer. Einige Schüler der Gruppe besuchten die Gedenkstätte Esterwegen, um an einem öffentlichen Rundgang teilzunehmen. Begleitet von einem Mitarbeiter des DIZ in Papenburg, erfuhren die Jugendlichen Fakten über die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers in Esterwegen und über die weiteren Emsland-Lager. Im Herbst wird die Gruppe die Ergebnisse ihres Projekts in einer Ausstellung präsentieren.