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Geduld, Kraft und Zeit Interessengemeinschaft Emmeln blickt auf 2014 zurück

16.12.2014, 15:15 Uhr

Die Verbesserung der Lebensqualität in ihrem Ort ist das Ziel der Interessengemeinschaft (IG) Emmeln. Bei ihrer Generalversammlung hat sie Rückschau auf das zurückliegende Jahr gehalten.

Der Vorstand informierte seine Mitglieder laut einer Pressemitteilung unter anderem darüber, dass man auch 2014 wieder einige Male mit dem Unternehmen Rothkötter in Verbindung stand. Es gelte, gemeinsam über eine Lösung des Emissionsproblems in Zusammenhang mit dem Futterwerk zu diskutieren und konstruktive Lösungen zu finden.

Rothkötter plant demnach inzwischen, die Produktionsverfahren umzustellen. Sollte die Geruchsbelastung in der nächsten Zeit hierdurch nicht verringert werden, sei die Firma nach eigenen Aussagen bereit, den Schornstein zu verlängern. Die erste Erhöhung zuvor hatte schon zu einer Verbesserung rund um den Eurohafen geführt.

Langsame Mühlen

„Leider musste man auch bei dieser Jahresversammlung feststellen, dass die Mühlen der Stadt Haren anscheinend etwas langsamer laufen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Im Rahmen einer Bürgerversammlung in Emmeln hat Bürgermeister Honnigfort bereits im Jahr 2011 verkündet, dass die industrielle Entwicklung Harens in Niedersachsen wohl einmalig sei und die Stadt seit 2005 keine Schulden mehr machen musste.“ Seit dieser Zeit forderten die Bürger Emmelns, auch im Sinne der Firmen, eine ganzheitliche Lösung der Verkehrsproblematik.

Immer, so die IG Emmeln , sei seitens der Stadt nur darauf verwiesen worden, dass die Planungsprozesse liefen und über diese laufenden Verfahren nur eingeschränkt berichtet werden könnte. „Jedoch wurde bisher weder die angeblich geplante Anbindung des Eurohafens an die B70 noch eine Anbindung des Industriegebiets ,Im flachen Sande‘, eine Anbindung zum Industriegebiet ,Wacholderweg‘, eine Abbiegespur zum Gartencenter Vähning, ganz zu schweigen von einer Ortsentlastungsstraße, umgesetzt.“ Erstellt worden sei in den letzten Jahren allein eine dringend benötigte Abbiegespur zum Verbrauchermarkt Coma.

Anscheinend, so die Kritik des IG-Vorstands, vergesse die Stadt Haren ihren Planungen immer wieder, dass die industrielle Entwicklung Harens fast ausschließlich zulasten der Emmelner Bürger gehe. Die entsprechend eingenommen Steuergelder würden jedoch nicht in Emmeln, sondern andernorts ausgegeben.

Gespräche mit Politikern

Die Interessengemeinschaft habe deshalb auch anderweitig auf die Problematik in Emmeln hingewiesen. Diese Möglichkeit nutzte der Vorstand der IG bei einem Besuch der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Johanne Modder, in Emmeln. Modder machte sich bei einer Ortsbegehung selbst ein Bild der Situation „und zeigte viel Verständnis für die Sorgen der Emmelner Bürger“. Die Politikerin versprach, entsprechende Gespräche zu führen und unter anderem Bürgermeister Honnigfort zu kontaktieren. Zudem steht Anfang des kommenden Jahres ein Treffen des IG-Vorstands mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann in Emmeln an.

„Auch wenn die Arbeit des Vorstands viel Geduld, Kraft und Zeit kostet, hofft man doch immer noch auf konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Haren, damit in Emmeln endlich Lösungen für die vielfältigen Probleme gefunden werden“, resümiert die IG.