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Förderverein Imme erhält Fördergelder für Neubau Grünes Licht für neues Bienenzentrum

Von Tobias Böckermann | 03.09.2016, 13:30 Uhr

Der Verein Imme Bourtanger Moor plant den Bau eines neuen Schulungs- und Dokumentationszentrums. Jetzt gab es vorerst grünes Licht für das Vorhaben.

Haren. Vorerst deshalb, weil der Bauausschuss der Stadt Haren am kommenden Dienstag noch den Bebauungsplan ändern muss. Da alle politischen Gremien im Vorfeld aber dafür gestimmt hatten, dürfte das eine Formsache sein.

So konnte Vereinsvorsitzender Hermann Hüsers gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Andrea Lembeck und Björn Wicks Harens Bürgermeister Markus Honnigfort, Uwe Carli als Geschäftsführer des Naturparkes Moor und Hermann Wessels als Geschäftsführer des Interreg-Programms bei der Ems-Dollart-Region das Vorhaben vor Ort erläutern. Es hat ein Volumen von ungefähr 265000 Euro.

Rolf Steffens und Stefan Knipper vom Architekturbüro rs2 hatten einen anschaulichen Plan mitgebracht. Das neue Gebäude umfasstzwei etwa gleich große Schulungsräume von je 50 Quadratmeter Grundfläche und dazwischen einen Sanitärbereich. In den Räumen sollen Schulungen und Informationsveranstaltungen stattfinden.

Um den Bau realisieren zu können, muss das alte Hauptgebäude der Hofstelle Hoffmann abgerissen werden. Es stammt etwa aus den 1940er-Jahren und ist für den Denkmalschutz nicht von Bedeutung. „Ursprünglich hatten wir vor, dieses Gebäude umzubauen“, sagte Hermann Hüsers. Eine Kostenrechnung habe aber ergeben, dass das weniger wirtschaftlich wäre als ein Neubau.

Und so machte sich der Verein auf die Suche nach Geldgebern und war beim Interreg-Programm „ Grenzenlos Moor “ erfolgreich. Dort stehen insgesamt 6,5 Millionen Euro für 15 Einzelmaßnahmen innerhalb des Naturparkes Moor auf beiden Seiten der Grenze zur Verfügung.

Die Geldgeber waren vom Antrag der Imme-Mitstreiter jedenfalls überzeugt, und Hermann Hüsers konnte berichten, dass es einen grenzüberaschreitenden Treffpunkt für Imker und an der Imkerei Interessierte in dieser Form nach seiner Kenntnis in Deutschland nicht gebe.

Tatsächlich ist Imme bereits jetzt sehr erfolgreich und hat innerhalb von nur drei Jahren seit Gründung als Förderverein 250 Mitglieder gewonnen. Zahlreiche Imkerschulungen fanden statt, dazu Führungen für Hunderte Besucher, die sich über Bienen informieren wollen. Auch wird ein Bienenprüfstand betrieben und ein Museum.

Bürgermeister Markus Honnigfort lobte die Kombination von Inhalt, Qualität und Enthusiasmus. Das Zusammenspiel und das sehr gute Konzept hätten dazu geführt, dass die Stadt Haren des Bienenzentrum Imme nach Kräften unterstützt habe. Die Stadt hatte unter anderem das Grundstück samt Haus zur Verfügung gestellt.

Uwe Carli sieht im Bienenzentrum eine deutliche Aufwertung des Naturparkes Moor, der ein dezentrales Besucherkonzept verfolge statt auf ein einzelnes großes Naturparkzentrum zu setzen.

Hermann Wessels (EDR) betonte den grenzüberschreitenden Ansatz von Imme. „Bienen kennen keine Grenze“, zitierte er das Motto des Vereins, in dem auch zahlreiche Niederländer aktiv sind.

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