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Ende des Jahres weitgehend fertig Umbau der Lange Straße in Haren kommt voran

Von Tobias Böckermann | 29.10.2017, 12:22 Uhr

Der Umbau der Lange Straße in Haren soll bis Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen sein. Das hat die Stadtverwaltung auf Anfrage mitgeteilt.

Damit neigt sich ein Vorhaben dem vorläufigen Ende entgegen, das die Harener Politik und die Anwohner seit langer Zeit beschäftigt. Denn bevor Anfang Februar die Vorarbeiten in Harens wichtigster Einkaufsstraße beginnen konnten, hatte die Verwaltung Ausbaukonzepte erarbeitet und Förderanträge gestellt. Und die Politik hatte nach der Aufnahme der Maßnahme in das Stadtsanierungsprogramm des Landes Niedersachsen und nach intensiver Beratung über Laternen, Pflastersteine und Begrünung dem Ausbaukonzept zugestimmt.

„Mehr Aufenthaltsqualität“ sei das Ziel, sagt Bürgermeister Markus Honnigfort, etwas, das „Haren als Einkaufsstadt attraktiver macht und uns von den Mitbewerbern abhebt.“ Noch ist diese Aufenthaltsqualität nur zu erahnen, denn rund 20 Bauarbeiter sind Tag für Tag damit beschäftigt, Schotter einzubauen, Steine zu schneiden und abschnittweise das neu gestaltete Pflaster zu verlegen.

Aber im Bereich zwischen Lange Straße und Kolpingplatz ist die Fahrbahn fertig, der neue, großzügige Charakter der Straße wird dort bereits deutlich. Bäume und Sitzgelegenheiten fehlen noch und sollen erst eingebaut und gepflanzt werden, wenn alle Pflasterungsabschnitte der gesamten Straße fertig sind. Aber Honnigfort, Stadtbaurat Henrik Brinker und Torsten van den Hooven vom Fachbereich Tiefbau haben dank der Planungen den endgültigen Zustand vor Augen: „Das wird attraktiv für Harener und ihre Gäste werden“, sind sie sich sicher.

Dass auf dem Weg dorthin nicht nur 1,65 Millionen Euro verbaut werden und damit etwas mehr als veranschlagt, dass die Anwohner über rund ein Jahr mit einer Dauerbaustelle zu kämpfen und dass die Umsätze der Einzelhändler darunter zu leiden haben, ist ihnen bewusst. „Aber am Ende stärken wir die Innenstadt“, sagt Honnigfort.

Lange Bauarbeiten

Zwischenzeitlich hatte es immer wieder Kritik gegeben, weil die Bauarbeiten zu lange dauerten und tatsächlich hatte die Stadt ihren Generalunternehmer mehrfach ermahnen müssen, weil dieser die zugesagten Ausführungsfristen einfach hatte verstreichen lassen. Eine Zeitverzögerung war die Folge, die noch durch den Fund von teerhaltigem Asphaltbauschutt im Untergrund unter der Lange Straße verlängert wurde. „Aber am Ende halten wir unseren ohnehin schon sportlichen Zeitplan ein“, meint Stadtbaurat Brinker.

Die Straße solle sich wandeln von einer Straße, die ab und zu als Fußgängerzone diene, in eine Fußgängerzone, die ab und zu befahren werde, sagt Planerin Vera Leo-Strasser von der NWP-Planungsgesellschaft Oldenburg, die das Konzept erarbeitet hat. Mittel zum Zweck: die Hauptfahrbahn hebt sich farblich von den Parkflächen daneben ab und die gesamte Straße dient im Sommer als Fußgängerzone. Im Winter können hier mehr Fahrzeuge als bisher parken, was die Attraktivität für Kunden erhöhen soll.

Erkennbares Zentrum

Ein großes Wasserspiel, bewegliche Spielgeräte und Lounge-artige Sitzgelegenheiten sollen die Aufenthaltsqualität der Innenstadt deutlich erhöhen. Dank der neuen Gestaltung, die sich an die am Martinusplatz vor dem Dom anlehnt, soll so ein auch optisch erkennbares Zentrum entstehen, das den Besuchern verdeutlicht: Hier ist der Kern der Innenstadt. In einem weiteren und dann letzten Abschnitt der Stadtsanierung wird auch der Alter Mark unter den Marktdächern umgestaltet und angeschlossen werden.