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Bestnoten bei Schulinspektion Gymnasium Haren Spitze in Niedersachsen

Von Tobias Böckermann | 23.11.2015, 18:00 Uhr

Das Gymnasium Haren gehört zu den besten Schulen Niedersachsens. Das hat eine Schulinspektion ergeben. Die Prüfer aus Hildesheim waren beeindruckt.

Und Letzteres ist auch einer der Gründe, warum Schulleiter Michael Heuking, Personalratsvorsitzender Heyko Heyken und stellvertretender Schulleiter Christian Rinné mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit treten. „Schon 2008 bei der letzten Inspektion hatte Haren gut abgeschnitten“, sagt Schulleiter Heuking. Aber im Vergleich zu damals habe sich vieles offensichtlich noch weiter verbessern lassen. „Wir waren selbst überrascht und natürlich sehr froh, dass wir so detailliert eine gute Arbeit bescheinigt bekamen und uns im landesweiten Vergleich sehr gut sehen lassen können“, sagt Heuking.

In Niedersachsen gibt es die Schulinspektion seit 2005, das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung NLQ mit Sitz in Hildesheim entsendet dafür jeweils Inspektionsteams in die einzelnen Schulen des Landes, in Haren waren sechs Schulinspektoren beteiligt. Am Ende eines langwierigen Prozesses wollen sie Anregungen geben für eine Steigerung der Schulqualität, was im Umkehrschluss auch bedeutet, dass Schwachstellen zutage treten sollen, sofern es sie denn gibt. Und genau das war in Haren nicht der Fall.

Komplexe Prüfung

Der gesamte Ablauf der Inspektion ist komplex und deshalb in fünf vom Land und zwei von der Schule festgelegte Kernaufgaben unterteilt. In diesen Handlungsfeldern geht es zum Beispiel um die Themen „Schule leiten“, „Schulentwicklung steuern“, „Bildungsangebote gestalten“ oder „Kooperationen entwickeln“. Unter diesen Oberbegriffen arbeiten sich die Prüfer ein in die zahllosen Verästelungen des Schulkosmos, dies es Außenstehenden oftmals so schwer machen, die Qualität einer Schule zu beurteilen.

Auch die Harener Lehrerkollegen waren durchaus ein wenig besorgt, ob sich Geist und Charakter ihrer Schule anhand festgelegter Kriterienkataloge erfassen ließen. Aber am Ende scheint das gelungen zu sein. „Wir haben zunächst eine Selbsteinschätzung abgegeben und mit internen Vereinbarungen und Dokumenten hinterlegt“, sagt Christian Rinné. Diese Selbsteinschätzung haben die Inspektoren dann vor Ort mit der Realität abgeglichen und dazu unter anderem auch viele Gespräche mit Lehrern, Eltern und Schülern geführt, die intensiv in die Überprüfung eingebunden waren.

Ergebnis beeindruckt

Das Ergebnis hat dann nicht nur Inspektionsleiter Diedrich Mörking, sondern auch die Schulgemeinschaft beeindruckt. Das Gymnasium Haren habe in sechs von sieben Kernaufgaben ein „herausragend gutes Ergebnis“ erreicht, die siebte Kernaufgabe erhielt die zweitbeste Note „sehr gut“. Diedrich Mörking hatte dieses Ergebnis zum Abschluss der Schulinspektion dem Lehrerkollegium vorgestellt und zunächst nur eine Art zustimmendes Schweigen geerntet, wie sich Heyko Heyken erinnert. „Er hat uns dann deutlich darauf hingewiesen, dass wir damit zu den besten Schulen des ganzen Landes gehören“.

Hohes Niveau

Die Schule schaffe bei der Entwicklung ihrer Bildungsangebote, bei der Schulorganisation und bei der internen Zusammenarbeit ein ausgeprägt hohes Niveau, schreibt Inspektionsleiter Diedrich Mörking. „Sie arbeitet verlässlich und umsichtig, der Unterricht ist klar strukturiert, die Lehrer agierten wertschätzend und unterstützend.“ Erwerb und Erweiterung von Fachkompetenz werde gefördert, die Schüler zeigten ein lobenswertes Sozialverhalten, das Schulleben sei mit seinen Konzerten und Aufführungen lebhaft und anspruchsvoll.

„Insgesamt erreicht das Gymnasium Haren im Unterricht und bei der Schulentwicklung ein besonders herausragendes Ergebnis“, schreibt Mörking, das „einerseits seinem Namen als Humatitäre Schule und Europaschule “ gerecht wird.“ Das Ergebnis suche in „Niedersachsen seinesgleichen“. „In unserem Bundesland haben bisher nur ganz wenige Schulen einen solchen Entwicklungsstand erreicht.“ Für Christian Rinné spiegelt das Ergebnis der Schulinspektion auch seine eigenen Erfahrungen wider: „Schüler, Eltern und Lehrer stehen für die Schule ein und das merkt man.“