Ausschuss stimmt für Ausbau Alter Markt in Haren wird 2018 umgestaltet



Haren. Die Stadt Haren wird im kommenden Jahr die Stadtsanierung mit der Umgestaltung des Alten Marktes abschließen. Der Bauausschuss hat dem Umbaukonzept mit Änderungen zugestimmt.

Seit rund zehn Jahren nutzt die Stadt Haren die Möglichkeit, über das Programm zur Stadtsanierung Landesmittel für den Stadtumbau einzuwerben. Derzeit läuft noch die Umgestaltung der Langen Straße, wo in dieser Woche die neue Beleuchtung aufgestellt werden soll. Die Pflasterarbeiten sollen bis Ende des Jahres bis auf Reste abgeschlossen sein.

Im Bauausschuss hat die Planerin Vera Leo-Strasser von der NWP-Planungsgesellschaft Oldenburg ein erweitertes Umgestaltungskonzept für den Alten Markt präsentiert. Der Ausschuss hatte 2016 bereits grundsätzlich grünes licht gegeben, allerdings waren noch einige Änderungen nötig.

Mit dem Umbau soll die optische und konzeptionelle Verbindung zwischen der nun neuen Langen Straße und dem Alten Markt hergestellt werden. Er soll als Zentrum hergestellt und belebt werden, quasi zum Einkaufsmittelpunkt der Stadt. Dafür ist unter anderem vorgesehen, eine mittige Fläche mit neuem Klinkerpflaster zu versehen, um diesen als Aufenthaltsbereich oder Möglichkeit für Gastronomie nutzen zu können. Die Laufbereiche vor den Geschäften sollen dabei in Fortführung des Klinkerpflasterverbandes von der Langen Straße her weitergeführt werden.

An zentraler Stelle soll als Ersatz für die abgängigen Gehölze ein neuer Baum mitsamt Halbrundbank als Treffpunkt und Gestaltungselement eingesetzt werden.

Weniger Parkplätze

Im Bereich der Marktdächer, die heute überwiegend durch Parkplatznutzung geprägt sind, soll zukünftig ein mittig verlaufendes Band zentral integriert werden. Am Standort der heutigen Trafostation sollen Bänke mit umgebender Bepflanzung entstehen, der Trafo wird versetzt. Der heute bereits als zentrale Laufachse genutzte Bereich westlich der überdachten Marktdächer soll zukünftig autofrei gestellt werden.

Die in dem Bereich vorhandenen Müllbehälter, insbesondere im Übergang zum Marktwinkel, sollen hinter Sichtschutzelementen platziert werden. Die Abgrenzung zum Neuen Markt/ Burggraben soll durch entsprechend dem Gestaltungskonzept eingepasste Bäume geschehen.

Änderungen vorgeschlagen

Holger Cosse (CDU) unterstützte im Kern die Vorschläge des Planungsbüros. Allerdings forderte er für seine Fraktion einige Änderungen ein. So schlug er vor, ein Lichtkonzept zu erstellen, um so zu untersuchen, welche Beleuchtung notwendig und angemessen sei. „Wir haben den Eindruck, es ist schon jetzt zu dunkel und der Planentwurf sieht eher noch weniger Beleuchtung vor. Das sollten wir ändern.“

Außerdem habe der Plan, die Marktdächer am Fuß mit neuen Betonelementen vom Rest des Marktes abzugrenzen nicht überzeugt, weil es diese sonst nirgends gebe. „Bänke wären besser“, meinte Cosse.

Thorsten Gerlach und Heinz Pinkernell (SPD) stimmten Cosse in Teilen zu, wollten die Ablehnung der Betonelemente aber nicht festlegen lassen. Der Ausschuss hat nun dem Ausbauentwurf zugestimmt – die Vorschläge der CDU sollen aber im weiteren Planungsverlauf berücksichtigt werden.

Wegen der Verlegung der Trafostation und der damit einhergehenden umfangreichen Arbeiten zur Verlegung von Versorgungsleitungen sollen die Versorgungsunternehmen unmittelbar zu Beginn des Jahres mit ihren Arbeiten beginnen. Diese Arbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen und die Oberfläche wiederhergestellt werden. Mit den Straßenbauarbeiten soll dann nach der Harener Kirmes ab Anfang September begonnen werden.

Neue Bauplätze

Auf großes Interesse bei rund einem Dutzend Zuhörer stieß die Beratung über ein neues Baugebiet „Nördlich der Adenauerstraße“ (wir berichteten). Das Baugebiet befindet sich südlich und westlich der Beethovenstraße, soll rund 6,3 Hektar groß werden und mehr als 50 Bauplätze bereitstellen. Die Anbindung erfolgt über die Adenauerstraße, wo gegenüber dem Kiebitzmarkt ein Wohnhaus abgerissen werden soll. Dort entsteht eine ganz neue Zuwegung mit einer sogenannten Dunkelampel, die vor allem den Schülern dienen soll.

Für Gesprächsstoff hatte seit der ersten Vorstellung die Notwendigkeit gesorgt, eine Lärmschutzwand zu errichten, weil in der Nähe ein Schützenfestplatz liegt. Nach der Beratung der eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange können die Planungen voranschreiten. Nach Einschätzung von Heinz Pinkernell übersteigt die Nachfrage schon jetzt das Angebot. Baudezernent Brinker hofft, dass Bauwillige im Herbst 2018 starten könnten. Der Preis der Grundstücke stehe noch nicht fest.


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