25 Jähriges Jubiläum Tinner Jäger ehren Josef Gerdes beim Konzert

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570 Gäste haben zwei Konzerte der Tinner Jäger Musikanten im Saal Hagen in Haren erlebt. . Das Foto zeigt Christel Janzen, Josef Gerdes, Julia Kessen, Jürgen Heymann, Florian Gerdes und Thorsten Heymann. Foto: Tinner Jäger570 Gäste haben zwei Konzerte der Tinner Jäger Musikanten im Saal Hagen in Haren erlebt. . Das Foto zeigt Christel Janzen, Josef Gerdes, Julia Kessen, Jürgen Heymann, Florian Gerdes und Thorsten Heymann. Foto: Tinner Jäger

Haren. 570 Gäste haben zwei Konzerte der Tinner Jäger Musikanten im Saal Hagen in Haren erlebt.

„Das zeigt uns, dass die Nachfrage für gleich zwei Konzerte an einem Wochenende nach wie vor groß ist“, sagte Dirigent Florian Gerdes in seiner Begrüßung. Der Konzertabend stand einer Pressemitteilung zufolge ganz im Zeichen der im Februar aufgenommenen CD. So wurden, vor allem im ersten Programmteil, alle Lieder der CD live präsentiert.

In seiner Moderation ging der 31-Jährige immer wieder auf das große Projekt der CD-Aufnahme ein. Dabei bekamen die Zuhörer einen Einblick, was alles für eine Aufnahme zu organisieren ist. „Zunächst wählten wir über eine Abstimmung im ganzen Orchester die Titel aus. Dann galt es, einen geeigneten Aufnahmeort zu finden, der eine gute Akustik besitzt und ruhig gelegen ist. Schließlich folgten drei Aufnahmetage in Renkenberge sowie Gesangaufnahmen und das Abmischen in Ludwigsburg in den Bauer Studios.“

„In diesem legendären Studio nahm auch schon Ernst Mosch seine Platten auf“, sagte der Kapellmeister weiter. Dass die Qualität der CD auch beim Spielen auf der Bühne erreicht wird, wurde einer Mitteilung zufolge bereits nach den ersten gespielten Titeln deutlich. Im Kontrast standen dabei der fulminante Auftaktmarsch „Salve Imperator“ zum weichem Walzer „Rauschende Birken“, gesungen vom Gesangsduett Julia Kessen und Christel Janzen. Auch die „Fuchsgraben Polka“ durfte nicht fehlen, da diese beiden Titel vor 61 Jahren den Grundstein der Egerländer Musikanten legten.

Dass der Funke auf die Zuhörer übersprang zeigte sich sofort im Publikum, das beherzt mitklatschte und bei den bekannten Textpassagen mitsang. Der zweite Konzertteil widmete sich dann ganz unterschiedlichen Musikrichtungen. Mit dem Titel „Von Freund zu Freund“ begrüßten die Musikanten nach der Pause. „Es ist ein Titel aus dem sogenannten böhmisch-mährischen, hat solistische Einlagen und ein sehr flottes Tempo“, sagte Simon Möhlenkamp, der den Titel für die Tinner Jäger arrangierte. Dass seine Arrangements gut ankommen, zeigte auch der Ausflug in die Pop- und Rockmusik. Für die vielen Oktoberfeste schreibt Möhlenkamp zusammen mit seinem Bruder Jonas die Arrangements, um die Originallieder auf das Blasorchester abzustimmen.

Stimmungsvolle Runde

Mit „Chöre“ von Mark Forster, „Highway to Hell“, „Smoke on the Water“ und „Born to be Wild“ wurde dem Publikum eingeheizt. Den Abschluss dieser stimmungsvollen Runde bildete „Es gibt nur Wasser“ von der Gruppe Santiano. Auch solistische Einlagen waren im Programm. So spielte der Holzsatz zusammen mit einer Tuba die „Anna Polka“. Die „Polka für Zwei“ wurde von den beiden Dirigenten selbst präsentiert. Mit Flügelhorn und Tenorhorn zeigten Jens Kessen und Florian Gerdes, wie gerne sie auch immer noch auf ihrem Instrument spielen.

Das Highlight des Konzertes stand allerdings auf keinem der Programmblätter. In einer geheimen Probe übten die Musiker das Lied „Tinner Jäger Jubiläumsmarsch“ ein. Dies galt dem Jubiläum des sichtlich überraschten 1. Vorsitzenden Josef Gerdes. Er übernahm vor 25 Jahren den Vorsitz des Vereins und musste in große Fußstapfen treten. Denn sein Vater, bis 1992 der Vorsitzende und Mitbegründer, verstarb bei einem Verkehrsunfall. Josef Gerdes übernahm dann mit nur 31 Jahren den Vorsitz des Orchesters.

„Es war eine schwierige Zeit, sich nach dem Schock aufzuraffen, weiterzumachen und die Erwartungen der Musiker zu erfüllen“, erzählte Ludwig Fischer, 2. Vorsitzender im Verein, in seiner Laudatio. Sichtlich gerührt und überrascht feierten die Musiker ihren „Joop“ mit einem eigens für diesen Abend komponierten Text. „Ich fühlte mich einfach dazu verpflichtet, meinem Weggefährten einen besonderen Text für sein Jubiläum zu schreiben“, sagte Jürgen Heymann nach dem Konzert. Als Zeichen der Anerkennung gab es eine große Glasuhr im Design der neuen CD und viel Applaus aus dem Publikum.


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