Eurohafen auf der grünen Wiese in Haren für 21,2 Millionen Euro errichtet Neue Drehscheibe für Logistik

Per Knopfdruck eröffnete der damalige niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche unten den Augen von (erste Reihe, von links), Bernd Busemann, Bernd-Carsten Hiebing, Karin Stief-Kreihe, Reinhard Winter und Jan Erik Bohling den Eurohafen. Foto: Hermann-Josef MammesPer Knopfdruck eröffnete der damalige niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche unten den Augen von (erste Reihe, von links), Bernd Busemann, Bernd-Carsten Hiebing, Karin Stief-Kreihe, Reinhard Winter und Jan Erik Bohling den Eurohafen. Foto: Hermann-Josef Mammes

Haren. Vor fast exakt zehn Jahren am 24. Oktober 2007 ist der interkommunale Eurohafen der Städte Meppen und Haren sowie des Landkreises Emsland eröffnet worden.

„Der Eurohafen Emsland wird der neue Qualitätsknoten des landesweiten Verkehrswegenetzes“, prophezeite der damalige niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) in seiner Eröffnungsrede. Der Hafen auf der „grünen Wiese“ mit direktem Anschluss an den Dortmund-Ems-Kanal wurde in der Rekordzeit von nur 17 Monaten gebaut.

Investiert wurden auf dem Areal 21,2 Millionen Euro, davon nahmen die Baukosten 16,3 Millionen Euro ein, die restlichen 4,9 Millionen Euro wurden für den Grunderwerb aufgebracht.

Tonnage steigt

Der Eurohafen verfügt über eine 750 Meter lange Kaianlage sowie eine zwei Kilometer lange Gleisanlage mit direkter Anbindung an das Netz der Deutschen Bahn. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Projekt, wie 2007 vom damaligen Meppener Bürgermeister Jan Erik Bohling erhofft, „zur neuen „Drehscheibe für Logistik“ entwickelt. Allein im vergangenen Jahr schlugen 600 Schiffe im Eurohafen 527000 Tonnen um.

So mussten die Gewerbeflächen rund um das Hafenareal bereits mehrfach vergrößert werden, weil sich immer neue Firmen ansiedelten. Insgesamt besitzt das Gewerbegebiet ein Ausmaß von 450 Hektar. 23 Unternehmen mit 3200 Beschäftigten haben sich seit 2007 rund um den Eurohafen niedergelassen. Größter Arbeitgeber ist die Rothkötter Unternehmensgruppe mit ihrer Schlachterei.

Bekannteste Neuansiedlung ist hingegen die Firma Aero Ems. Sie nahm 2012 die Produktion auf. Die 100-prozentige Tochter des Windkraftrotorenherstellers Enercon aus Aurich beschäftigt 500 Mitarbeiter in Haren. Sie fertigen Rotorblätter her, die dann über die Straße, Schiene oder das Wasser abtransportiert werden.


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