Bericht über Jugendarbeit Weniger Geflüchtete als erwartet in Haren

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Unter anderem um die Auslastung von Kindertagesstätten ging es im Ausschuss für Bildung und Kultur Haren. Das Foto entstand in Wesuwe. Foto: Tobias BöckermannUnter anderem um die Auslastung von Kindertagesstätten ging es im Ausschuss für Bildung und Kultur Haren. Das Foto entstand in Wesuwe. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Einen ausführlichen Bericht über die Kinder- und Jugendarbeit in Haren haben Stadtjugendring und Stadtjugendpfleger gegeben.

Die Vorsitzende des Stadtjugendrings, Johanna Hüsers, und Stadtjugendpfleger Günter Krüssel erläuterten im Ausschuss für Bildung und Soziales ihre vielfältigen Tätigkeiten. Krüssel beleuchtete vor allem die Arbeit in den Schulen, bei der er immer dann zurate gezogen werde, wenn es um Problemfälle einzelner Schüler gehe. Neben einer intensiven Präventionsarbeit, die sich an ganze Jahrgänge richte, kümmere er sich zum Beispiel derzeit um etwa 20 Harener Kinder und ihre Familien intensiver.

Angesprochen auf mögliche Probleme speziell der Flüchtlingskinder verwies er auf mögliche Traumatisierungen durch das erlebte Kriegsgeschehen. „Ich denke, ein Teil der Kinder ist tatsächlich traumatisiert und bedarf besonderer Aufmerksamkeit.“

80 Plätze in Kontingent noch frei

Zuvor hatte Erster Stadtrat Dieter Sturm einige aktuelle Zahlen genannt. So seien in der jüngeren Vergangenheit weniger Geflüchtete nach Haren gekommen als erwartet, sodass noch 80 Plätze aus dem ursprünglich der Stadt zugedachten Kontingent frei seien. 32 Personen habe man in eine Beschäftigung bei der VHS Meppen (Kossehof) oder der ESBA Meppen vermittelt. Dort seien sie für 80 Cent pro Stunde tätig. Wer sich dieser Arbeit verweigere, erhalte empfindliche Abzüge der Sozialleistungen.

(Weiterlesen: Helfernetzwerk kümmert sich um Geflüchtete in Haren)

Insgesamt besuchten 23 Kinder aus Flüchtlingsfamilien die Kindertagesstätten. „Das eignet sich übrigens keineswegs für eine Neiddebatte“, sagte Sturm. Die Kinder seien dezentral untergebracht und nähmen keinem deutschen Kind einen Platz weg.“

30 Vereine im Stadtjugendring

Die Vorsitzende des Stadtjugendrings, Johanna Hüsers, stellte die Arbeit des SJR ausführlich vor. Rund 30 Harener Vereine seien bereits Mitglied. Der Stadtjugendring organisiert eine ganze Reihe Veranstaltungen im Jahreslauf, vergibt Fördergelder aus einem eigenen Budget für die Jugendarbeit oder verleiht das Citymobil, einen Menschenkicker, Bootstrailer und Kanus oder eine Soundanlage.

Carina Seelhorst (CDU) und Hermann Schepers (SPD) dankten allen Beteiligten für die intensive Jugendarbeit und Prävention.


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