Entwicklungsplan beschlossen Dorferneuerung in Harens Dörfern kann bald beginnen

Der Dorfentwicklungsplan für Rütenbrock, Lindloh/Schwartenberg und Rütenmoor ist fertig. Das Archivfoto zeigt den Kern von Rütenbrock. Foto: Tobias BöckermannDer Dorfentwicklungsplan für Rütenbrock, Lindloh/Schwartenberg und Rütenmoor ist fertig. Das Archivfoto zeigt den Kern von Rütenbrock. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Die Dorferneuerung in Rütenbrock, Lindloh/Schwartenberg und Rütenmoor kann beginnen. Der Ausschuss für Bauen und Planen hat dem Dorfentwicklungsplan zugestimmt.

Nun muss noch der Stadtrat am 12. September ebenfalls für die darin beschriebenen Förderrichtlinien in den drei Dörfern stimmen, was aber nach dem Votum des Ausschusses als sicher gelten kann. Damit folgt nun der Übertritt von der Planungs- in die Förderphase, in der viele 46 Einzelmaßnahmen umgesetzt werden können.

Dabei geht es um Themen in den Bereichen Demografie, Innenentwicklung, Daseinsvorsorge oder Tourismus. Auf der Liste der möglichen Maßnahmen steht unter anderem die Umgestaltung des Umfeldes aller Schützenhallen, die Neugestaltung des Schulhofes der Oberschule oder die Schaffung von Treffpunkten für Jugendliche. Die Verbesserung der Straßenbeleuchtung ist ebenso Thema wie die Aufwertung der Rütenbrocker Hauptstraße, die Entschärfung von Gefahrenpunkten oder der Ausbau der öffentlichen Personennahverkehrs.

Der Dorfentwicklungsplan hatte nun öffentlich ausgelegen und der Arbeitskreis Dorfentwicklung, der ihn erarbeitet hatte, hat nun die eingegangenen Anregungen beraten und zum Teil aufgenommen. Unter anderem soll nun auch die Förderung der Schaffung von sogenannten Ruderalstreifen an Äckern und die Anlage von Feldgehölzen gefördert werden können.

Viele Vorteile

Carina Seelhorst (CDU) betonte, in Wesuwe-Siedlung und Fehndorf habe die Dorferneuerung sehr gute Ergebnisse erzielt und diese erhoffe man sich nun auch für die drei weiteren Dörfer. Hans-Hermann Lonquich (SPD) war sich sicher, dass der Plan zu einer positiven Entwicklung in den Dörfern führen werde und dankte ebenso wie Seelhorst allen Beteiligten.

Georg Berenzen (SPD) sah das genauso. Allerdings vermisst er eine Möglichkeit, auch Wesuwe und Emmeln zu fördern. Diese Orte seien für die klassische Dorferneuerung zu groß, für die Stadtsanierung, wie sie Haren zugute komme, aber zu klein. Deshalb schlug er vor, Haren möge ein eigenes Förderprogramm auflegen.

Der Dorfentwicklungsplan wird nach Beschluss des Stadtrates vom Amt für Regionale Landesentwicklung (ArL) geprüft und danach in einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Bebauungspläne geändert

Außerdem hat der Bauausschuss mehrere Bebauungspläne vorangebracht. Unter anderem wird das Gewerbegebiet an der B 408 erweitert. Dort soll eine mehr als sieben Hektar große Fläche bebaut werden können. CDU und SPD begrüßten das Vorhaben, Thorsten Gerlach (SPD) regte an, in absehbarer Zeit die Zeppelinstraße selbst zu sanieren, da sie sich in einem sehr schlechten Zustand befinde.

Ähnlich äußerte sich am Ende der Sitzung auch der Betreiber der Harener Emma, einer touristischen Kleinbahn. Er monierte, die Straßen zum Beispiel rund um das Schloss Dankern seien so schlecht, dass er den Stadtrat sehr gerne einmal zu einer Rundfahrt einlade, bei der sich dessen Mitglieder von der Notwendigkeit einer Reparatur überzeugen könnten.

Beschlossen hat der Ausschuss auch die Änderung des Flächennutzungsplanes 121 zur Steuerung der Windenergie. In Fehndorf soll ein Forschungswindpark entstehen. Das Schloss Dankern kann seine Tennisplätze zum Spaßbad Topas verlegen, das Unternehmen CNC Blechtechnik in Emmeln eine ungenutzte Wiese an den Bahngleisen zu einem Lagerplatz ausbauen. Diese Vorhaben werden am 12. September im Stadtrat endgültig beschlossen.

Schon abschließend besprochen wurde der Ausbau der Straßen „Im Flach“ und „Felkenweg“ in Wesuwe. Der ursprüngliche Ausbauentwurf aus dem Jahr 2000 wurde vom Bauamt noch einmal konkretisiert. Die Straße „Im Flach“ wird 4,75 Meter breit und erhält einseitig eine Entwässerungsrinne. Der „Felkenweg“ wird mit 5,50 Metern etwas breiter und beidseitig mit einer Rinne ausgestattet. Beide Straßen sogenannte Baumtore, der Felkenweg auch Fahrbahneinengungen. Der genaue Ausbauplan soll den Anliegern in einer Sitzung vorgestellt werden.


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