„Interesse für Politik geweckt“ Juniorwahl 2017 an der Martinus-Oberschule Haren

Meine Nachrichten

Um das Thema Haren Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Drei Wochen vor der Bundestagswahl hat an der Martinus- Oberschule Haren die Juniorwahl für die Jahrgangsstufe 9 stattgefunden. Foto: Martinus-OberschuleDrei Wochen vor der Bundestagswahl hat an der Martinus- Oberschule Haren die Juniorwahl für die Jahrgangsstufe 9 stattgefunden. Foto: Martinus-Oberschule

Haren. Am 1. September und damit etwa drei Wochen vor der eigentlichen Bundestagswahl hat an der Martinus- Oberschule Haren die sogenannte Juniorwahl für die gesamte Jahrgangsstufe 9 stattgefunden. Die Juniorwahl soll bei der politischen Sozialisation helfen.

Unter der Leitung der Politiklehrerin Ursula Schmitt-Senger wurden verschiedene Helfergruppen eingerichtet. Schüler meldeten sich als Wahlhelfer, als Begleitung des Wahlvorstandes und als praktische Helfer für die Organisation. Die Wahlhelfer mussten Wählerverzeichnisse erstellen, Wahlbenachrichtigungskarten ausfüllen, mit Adressen versehen und versenden. Ein Wahllokal wurde nach genauen Vorgaben errichtet und den Wählern zur Verfügung gestellt.

Ziele der Juniorwahl

„Das Hauptziel der Juniorwahl ist es, einen Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen zu leisten. Das Projekt möchte einer Pressemitteilung der Schule zufolge Schüler an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf die künftige Partizipation innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland vorbereiten.

Der fundierte Meinungsbildungsprozess, das Üben, Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden steht dabei im Vordergrund. Wahlbeteiligung wird dabei als ein erster, notwendiger Schritt zu einer umfassenderen politischen Beteiligung verstanden. Es geht darum, die Beteiligung junger Menschen in der Demokratie auch über Wahlen hinaus zu steigern, „indem durch die Juniorwahl bei der jungen Generation das Interesse am politischen Geschehen insgesamt gefördert wird“, heißt es beim Verein Kumulus e.V. aus Berlin, der die Juniorwahl initiiert hat.

„Für uns an der Martinus- Oberschule war es schon ein ganz besonderes Erlebnis“, sagten einige Schüler. „Nicht nur unsere Eltern bekamen von der Stadt Haren eine Wahlbenachrichtigungskarte, sondern wir auch.“

Karte plus Schülerausweis

Mit ihrer Wahlbenachrichtigungskarte und einem Schülerausweis ausgestattet, konnten sie dann das für sie auf der Karte ausgewiesen Wahllokal an ihrer Schule aufsuchen. Zuvor überprüfte die Schulleiterin, Renate Albers- Stahl, die Versiegelung der Wahlurne. Die Wahlhelfer überprüften die Angaben der potentiellen Wähler mit dem Wählerverzeichnis und im Anschluss erhielten die Schüler ihren Stimmzettel für den zuständigen Wahlkreis 25 Unterems. Im äußeren und inhaltlichen Erscheinungsbild stimmt dieser Stimmzettel bis auf Größe und Farbe mit dem tatsächlichen Stimmzettel zur Bundestagswahl überein.

Nach der offiziellen Wahlzeit wurde die versiegelte Wahlurne unter dem Beisein des Wahlvorstandes (Schüler und Ursula Schmitt-Senger) geöffnet und die Stimmzettel ordnungsgemäß ausgezählt. Das Ergebnis der Juniorwahl an der Martinus- Oberschule ist nun in einem versiegelten Umschlag hinterlegt und wird am Tag der Bundestagswahl unter www.juniorwahl.de ab 18 Uhr online veröffentlicht.

Im Vorfeld hatten die Schüler Parteiprogramme gelesen und Kontakt zu Kandidaten des Wahlkreises aufgenommen. Viele Parteien und Kandidaten waren den Jugendlichen vor der Juniorwahl völlig fremd. Interesse kam erst auf, als sie sich wirklich konkret auf ihren Wahlakt vorbereiten mussten. „Wir sind sicher, durch die Juniorwahl das politische Interesse der Jugendlichen geweckt zu haben“, sagt Ursula Schmitt-Senger.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN