Seilbahnschlepp übers Wasser Anfängertraining bei Wasserskianlage am Dankernsee

Von Katja Wocken



Haren. Auf dem Dankernsee in Haren kann man Wasserski und Wakeboard fahren. Saison ist in Dankern von April bis Oktober.

Montagmorgen im August: die Bäume spiegeln sich im glatten Wasser des Dankernsees. Bernd Esders - besser bekannt als Benny - öffnet die Tore des Wasserskihäuschens. In circa einer Stunde ist vom glatten Wasser nichts mehr zu sehen – denn dann werden Anfänger und Fortgeschrittene, Feriengäste und Einheimische das ruhige Gewässer bis zum Sonnenuntergang nutzen, um sich dem Wasserskisport hinzugeben.

Seit 38 Jahren gleiten die Menschen hier übers Wasser, 25 Jahre davon ist Benny Geschäftsführer der Wasserskianlage. Dank der Erfahrung der Wasserski Crew fahren die meisten Anfänger bereits nach kurzer Zeit ihre ersten Runden um die vier Masten. Benny kommt seine Seefahrzeit zugute, denn dort sind eine funktionierende Technik und eine gute Crew Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf.

Sobald sie Schwimmen können, fangen Kinder mit dem Sport an und fahren bis ins hohe Alter. Die Seilbahn zieht die Gäste über das Wasser. Sie müssen nur Gleichgewicht halten und brauchen etwas Körperspannung. „Es fühlt sich an, wie auf Rollschuhen hinter einem Fahrrad hergezogen zu werden“, erklärt Benny. „Gerade Kinder und Jugendliche bekommen hier eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. Wer vom Alltag gestresst ist, kann hier hervorragend abschalten. Ich kümmere mich besonders gerne um die Heranwachsenden und freue mich, wenn ich sehe, wie zufrieden und ausgeglichen sie nach kürzester Zeit sind. Einige der Kids haben es sogar bis in die Nationalmannschaft geschafft und haben nationale und internationale Titel nach Hause gebracht. Darauf sind wir sehr stolz.“

Seit einigen Jahren gibt es eine zusätzliche „kleine Wasserskiseilbahn“. Hier wird auf kurzer Strecke zwischen zwei Masten bei einer niedrigen Geschwindigkeit geübt. „Wir haben mit der Kinderwasserskiseilbahn durchweg positive Reaktionen“, berichtet Benny „Einige Mütter, die als Teenies mit dem Wasserskifahren angefangen haben, kommen mittlerweile mit ihren eigenen Kindern und haben sogar eine Kindergruppe zum Erlernen des Wasserskifahrens gegründet.

Noch gefragter als das klassische Wasserskifahren Paarski, Monoski und Trickski ist momentan das Wakeboarden. Hier steht der Fahrer wie beim Snowboarden seitlich zum Brett. „Ich kenne einige Sportler, die im Sommer mit Brettern über das Wasser und im Winter die Pisten herunterfahren“, schmunzelt Benny.

Die Gefahren beim Wasserski sind überschaubar. Meist tragen die Besucher einen Neoprenanzug und eine Prallschutzweste, die bei einem möglichen Sturz den Aufprall auf das Wasser abdämpfen. Wer keine spektakulären Stunts macht und Schwimmen kann, geht beim Wasserski und Wakeboarden kein großes Risiko ein.


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