Gäste aus Ghana berichten Besuch in Haren beim Aktionskreis Pater Hagen

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Gesprächsrunde in Altenberge, von links: Marco Büter, Bernd Robben, Osford Dayuori, Jonathan Feilmeier, Gudrun Gundlach, Luccilla Dayuori, Bernhard Veltrup, Markus Becker, Joseph Robben, Geert Scholte-Aalbers. Foto: Aktionskreis Pater HagenGesprächsrunde in Altenberge, von links: Marco Büter, Bernd Robben, Osford Dayuori, Jonathan Feilmeier, Gudrun Gundlach, Luccilla Dayuori, Bernhard Veltrup, Markus Becker, Joseph Robben, Geert Scholte-Aalbers. Foto: Aktionskreis Pater Hagen

Haren. Zu Besuch in Haren-Altenberge waren Osford und Luccilla Dayuori, Wegbegleiter von Pater Bernhard Hagen. In Gespräche ging es um Hilfsprojekte in Ghana.

Pater Hagen ist im Sommer vergangenen Jahres gestorben. 38 Jahre ist es her, dass Osford Dayuori Pater Hagen in Tuna kennengelernt hat. Er war der erste Fahrer von Pater Hagen. Zusammen ist er mit seiner Frau Luccilla von Tuna im afrikanischen Ghana nach Deutschland gereist, um unter anderem das Grab Pater Hagens zu besuchen.

In einem Gespräch mit Mitgliedern des Aktionskreises Pater Hagen e.V. erzählte Osford, wie es zu der Zusammenarbeit mit Pater Hagen kam. Anfangs war sauberes Trinkwasser und eine gute Straßenverbindung keine Selbstverständlichkeit in Tuna. So wurde es zu einer der wichtigsten Aufgaben Pater Hagens, das zu ändern. Zusammen mit Osford und weiteren Freiwilligen fingen sie an, Dämme für Regenrückhaltebecken zu bauen. So konnte das Wasser für die Trockenzeit gespeichert werden. Aufgrund eines Zusammenbruchs einiger Dämme, lernten die Bewohner, wie sie die Konstruktionen verbessern konnten. „He trust me and I trust him“, so Osford.

Dank Pater Hagen konnten sie auch anfangen, die Straßen mithilfe von Raupen zu bauen. In der Regenzeit war es kaum möglich, die Wege zu passieren. Osford erinnerte sich, wie er mit Pater Hagen immer durch den Busch laufen musste, um von Tuna nach Kalba zu gelangen.

Pater Hagen war der Auslöser, weshalb mit dem Bau der Dämme und Straßen begonnen wurde. „Dämme bauen ist ein kontinuierlicher Prozess“ und aufgrund von Pater Hagen und den Erfahrungen, die man über die Jahre sammeln konnte, sind die Bewohner heutzutage in der Lage, sich selbst um die Dämme zu kümmern. Somit ist nun in der Trockenzeit genug Wasser für die Tiere, die Ernte, die Wäsche und für den Häuserbau vorhanden.

Pater Hagen habe sich besonders um die Frauen gekümmert, damit sie mehr Anerkennung in der Gesellschaft bekommen. Unter anderem unterstütze er Luccilla mit einer geschenkten Nähmaschine, für die sie gespart hatte.

Osford und Luccilla behalten Pater Hagen als liebenswerte und großzügige Person im Gedächtnis. Es gehörte zu Pater Hagens Persönlichkeit, Menschen zusammen zu bringen und ihnen zu helfen, so Osford. Während der Woche in Deutschland hat Osford von Pater Hagen geträumt. Er solle auf die Gemeinden in Tuna und Kalba aufpassen.


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