Connemann beim Förderverein Imme Bienenflugradius verbindet Deutschland und Niederlande

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Bei einem Besuch des neuen Schulungs- und Dokumentationszentrums des Fördervereins Imme Bourtanger Moor in Haren informierte Hermann Hüsers, Vorsitzender des Fördervereins Imme Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes und die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) (von links) über die Arbeit des Vereins. Foto: Konstantin StumpeBei einem Besuch des neuen Schulungs- und Dokumentationszentrums des Fördervereins Imme Bourtanger Moor in Haren informierte Hermann Hüsers, Vorsitzender des Fördervereins Imme Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes und die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) (von links) über die Arbeit des Vereins. Foto: Konstantin Stumpe

Haren. Über die Arbeit des Fördervereins Imme Bourtanger Moor am Standort des neuen Schulungs- und Dokumentationszentrums im Wesuweer Moor in Haren haben sich die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) und Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes, informiert. Hermann Hüsers, Vorsitzender des Vereins, stellte die Arbeit der deutsch-niederländischen Kooperation vor.

„Ich kenne das Projekt schon seit Anfang vergangenen Jahres und bin seitdem fasziniert von der brückenbauenden Arbeit, die der Förderverein leistet“, sagte Connemann. Der Bienenflugradius, der in die nur etwa vier Kilometer entfernten Niederlande hineinreicht, verbinde die Arbeit der Bienenzüchter aus Deutschland und den Niederländern. Doch nicht nur Brücken ins Ausland soll das neue Schulungszentrum für Bienen bauen. „Wir wollen auch die Zusammenarbeit mit den Landwirten stärken“, führte Hüsers die Ziele des Fördervereins aus. Denn sowohl wilde Bienen wie auch die domestizierte Honigbiene, seien nicht nur wichtig für die Bestäubung von Nutzpflanzen, sondern spielten eine große Rolle für den Naturhaushalt. (Weiterlesen: Der Startschuss für das Bienenzentrum)

Mit dem Bienenzentrum hat der Förderverein Imme einen Standort geschaffen, um dieses Wissen zu vermitteln, aber auch, um über die Imkerei in früheren Zeiten zu informieren. Zudem sollen in der Ausstellung Überlegungen angestellt werden, was Imker in Zukunft besser machen können. Auf der knapp einen Hektar großen Fläche sind dafür schon eine Obstwiese, ein Unterstand für historische Bienenstöcke, ein begehbarer Bienenstock sowie ein Kräuterbeet entstanden. (Weiterlesen: Imme-Neubau kommt gut voran)

In dem sechseckigen, einer Bienenwabe nachempfundenen Hof finden zudem Bienenvölker für Imker-Schulungen Platz. „Eine Besonderheit ist auch unser Bienenprüfstand. Er beheimatet drei verschiedene Gattungen, darunter die Carnica und die Backfast, die sich an anderen Standorten regelrecht bekriegen. Bei uns funktioniert die gemeinsame Haltung“, erklärt Hüsers stolz.

Die Bauarbeiten im Schulungsraum befinden sich auf der Zielgeraden. Im August soll er fertiggestellt sein. Hinter dem neuen Gebäude soll bis Ende 2017 noch ein Moorbiotop entstehen, das an den Torfabbau in früheren Zeiten erinnern soll. Peter Maske befürwortete diese Idee. „Moorlandschaften sind ein Eldorado für alle Insekten. Ich freue mich, dass hier wieder ein solches Biotop entstehen soll“, sagte der Präsident des deutschen Imkerbundes.

Finanziert wird das deutsch-niederländische Bienenzentrum unter anderem vom Interreg-Programm „Grenzenlos Moor“. Neben dem Bienenzentrum profitieren 14 weitere Projekte in Deutschland und den Niederlanden von dem Programm, darunter auch das Erdölmuseum in Twist.


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