„Wald in seiner Struktur erhalten“ Holzvermarkter treffen sich im Schloss Dankern in Haren

Von Gerd Mecklenborg

Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen empfing die Teilnehmer der Mitgliederversammlung vor dem Schloss Dankern. Foto: Gerd MecklenborgFriedhelm Freiherr von Landsberg-Velen empfing die Teilnehmer der Mitgliederversammlung vor dem Schloss Dankern. Foto: Gerd Mecklenborg

Haren. In der „Deele“ des Ferienzentrums Schloss Dankern hat Hausherr und Vorstandsmitglied Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen die Mitglieder der Nord-West Holz (NWH) empfangen. Auf dem Tagesprogramm standen die jährliche Mitgliederversammlung und die Diskussion über organisationsinterne Belange.

Die eigenständige Holzvermarktungsorganisation wurde 2011 gegründet, da durch die Landwirtschaftskammer kein Holz mehr vermarktet werden darf. So entstand im Bereich Emsland, Osnabrück und Grafschaft Bentheim die Nord-West Holz e.G. mit Sitz in Bissendorf. Das zu vermarktende Holz wird über die Bezirksförster der Landwirtschaftskammer (LWK) des Forstamts Weser-Ems mit Sitz in Osnabrück bereitgestellt.

Die Teilnehmer der Versammlung in Dankern beschäftigten sich primär mit dem Haushaltsabschluss 2016 und dem getätigten Einschlag im vergangenen Jahr. NWH Geschäftsführer Klaus Burke informierte zusätzlich über den aktuellen Holzmarkt und über die mit der LWK Niedersachsen abgeschlossenen Kooperationsverträge. Demnach wurden 2016 im Bereich der NWH Emsland, Osnabrück und Grafschaft Bentheim etwa 250.000 Festmeter Holz eingeschlagen. Das Holz wird von rund 11.000 Privatwaldbesitzern mit einer Gesamtwaldfläche von etwa 75.000 Hektar Wald bereitgestellt, berichtete Burke.

Zentrale Vermarktung

Aufgabe der NWH sei es, das in der Region produzierte Rohholz zentral im Kommissionsgeschäft zu vermarkten. Neben dem Holz von Fichte, Kiefer und Buche würden auch Eiche, Lärche sowie Edellaubhölzer aus heimischen Beständen verkauft. Die Hauptsortimente befänden sich im Bereich Stammholz, Abschnitte sowie Industrieholz.

Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen merkte an, dass sich ein Privatwald mit einer durchschnittlichen Größe von etwa zehn Hektar eine eigene Beförsterung nicht leisten könne. Durch die Zusammenschlüsse in Forstbetriebsgemeinschaften und die sich dadurch ergebende gemeinsame Beförsterung sei es möglich, den Wald zu pflegen und erhalten. Die Bewirtschaftung der Privatwaldflächen durch die Landwirtschaftskammer mit den Bezirksförstern gewährleiste die Erhaltung der Kleinstrukturart Privatwald. „Jeder Bürger möchte den Wald jederzeit nutzen und ihn so in seiner Struktur erhalten wissen. Hier ist also auch die Allgemeinheit und somit das Land Niedersachsen gefordert“, so Freiherr von Landsberg-Velen.