Junge Betonbauer am Werk Harener Oberschüler schaffen wetterfeste Tischtennisplatte

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Haren. „Können wir fünf Minuten eher in die Pause? Die Tischtennisplatten sind immer besetzt.“ Mit dieser Bitte werden sich die Lehrer der Martinus-Oberschule in Haren künftig nicht mehr beschäftigen müssen.

Zwölf Schüler der Klassen 9a und 9b des Wahlpflichtkurses Technik haben in einem dreitägigen Projekt zusammen mit dem Unternehmen Knoll aus Haren, einem Kooperationspartner der Schule im Bereich Berufsorientierung, eine zusätzliche Tischtennisplatte aus Beton für ihren Schulhof gebaut. Unter fachkundiger Leitung von Alexander Ginz (Firma Knoll) und der Fachlehrerin der Martinus-Oberschule, Marianne Südkamp, lernten die Schüler am Beispiel der Tischtennisplatte den Beruf des Betonbauers genauer kennen.

Nachdem am ersten Tag alle benötigten Materialien, Werkzeuge und Maschinen geliefert worden waren, wurde die Baustelle auf dem Schulhof durch einen Bauzaun gesichert. Dann wurden Sicherheitsbrillen, Handschuhe und Gehörschutz an die Schüler verteilt.

Mit Feuereifer bei der Sache

Alexander Ginz erklärte die Arbeitsabläufe und besprach mit den Schülern die technischen Zeichnungen. Zunächst bereitete man die Formen für die Füße der Tischtennisplatte vor. Dabei lernten die Schüler, wie wichtig genaues Arbeiten ist. Die Schalung musste komplett dicht sein, damit kein Beton aus der Form austrat, und der unebene Boden wurde mit Keilen ausgeglichen. Nun rührten die Schüler mit der Mischmaschine Sand, Wasser und Zement zusammen und gossen mit Eimern den Beton in die Schalung. „Alle Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache“, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung. „Sie organisierten weitestgehend selbständig die Arbeitsabläufe und halfen sich gegenseitig, wenn es nötig war.“

Am zweiten Projekttag entfernten die Schüler zunächst die Schalung der Tischtennisbeine. Aufwendiger war das Erstellen der Form für die Tischtennisplatte. Dabei durften die Schüler unter Anleitung von Ginz mit der Stich- und Handkreissäge arbeiten.

Feinschliff

Als alle Schalungsbretter vermessen, abgestützt, verschraubt und abgedichtet waren, wurde Baustahl in die Platte eingefügt. Nun konnte die Tischtennisplatte gegossen werden. Dabei mussten die Schüler zügig arbeiten. Sogar eine Pause wurde verschoben. Nach den Gießarbeiten wurde ein von der Firma Knoll gesponsertes Tischtennisnetz aus Edelstahl in den noch weichen Beton eingelassen und die Platte geglättet.

Am dritten Tag wurde das Holz rund um die Platte entfernt und die Stützen abgeschraubt. Dann hoben die Schüler gemeinsam den Rahmen ab. Nun erhielt die Tischtennisplatte noch ihren Feinschliff. Das erste Spiel gehörte natürlich den jugendlichen Betonbauern. Nach ihrem Schulabschluss werden die Schüler die Martinus-Oberschule verlassen, aber ihre Tischtennisplatte wird bleiben.


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