Polizeiwagen gerammt Raser aus Haren nach Verfolgungsjagd mit Polizei verurteilt

Eine Verfolgungsjagd mit der deutschen und niederländischen Polizei hat sich ein 32-Jähriger aus Haren geliefert. Symbolfoto: Franziska Kraufmann/dpaEine Verfolgungsjagd mit der deutschen und niederländischen Polizei hat sich ein 32-Jähriger aus Haren geliefert. Symbolfoto: Franziska Kraufmann/dpa

Haren. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei ist ein 32-jähriger Autofahrer aus Haren (Ems) in den Niederlanden zu drei Wochen Haft verurteilt worden.

Das Gericht in Assen verfügte außerdem einen halbjährigen Führerscheinentzug. Der Mann war auf der Flucht vor der Polizei extrem rücksichtslos durch das Emsland und Südost-Drenthe gefahren. Der Angeklagte blieb der Verhandlung fern, was in den Niederlanden möglich ist, berichtet das Dagblad van het Noorden.

Am 10. August 2016 wollten deutsche Polizeibeamte den Mann in seiner Wohnung an der Schlossallee in Haren-Dankern festnehmen, denn gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Dort entdeckten sie drei Wohnmobile mit niederländischen Kennzeichen, die alle gestohlen waren.

Polizeiwagen gerammt

Als der Mann die Polizisten bemerkte, startete er eines der Fahrzeug und flüchtete in Richtung Niederlande. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Weil der damals 31-Jährige während seiner Flucht extrem aggressiv und rücksichtslos fuhr, gelang es der Polizeistreife nicht, das Wohnmobil zu stoppen, obwohl sich mittlerweile eine zweite Streife an die Verfolgung machte.

Als der Flüchtende mit dem Wohnmobil über den Grenzübergang bei Rütenbrock in die Niederlande gelangte, folgten die beiden deutschen Polizeifahrzeuge, und wurden von niederländischen Streifenwagen unterstützt. Der Harener raste durch Nieuw Dordrecht, Barger Compascuum und Emmen. Unter anderem fuhr er mit 80 Stundenkilometern durch die Tempo-30-Zone vor einer Schule. Auf der Umgehungsstraße in Emmen rammte er einen Polizeiwagen, der ihn überholen wollte.

Flucht ins Maisfeld

Bei Emmercompascum verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, das ín einem Graben landete. Der Harener flüchtete zu Fuß in ein Maisfeld. Ein niederländischer Polizeihubschrauber sowie Polizeihunde konnten der Mann aufspüren. Er wurde festgenommen und in den Polizeigewahrsam bei der Polizei Emmen genommen Er leistete dabei erheblichen Widerstand.

Vor Gericht ließ er durch seinen Anwalt mitteilen, dass er in Panik geraten sei und daher nicht den Aufforderungen der Polizei gefolgt ist. Der Vorsitzende Richter in Assen ließ sich davon nicht beeindrucken, heißt es im Dagblad van het Noorden. Es sei unglaubwürdig, dass ein Panikzustand so lange anhält. „Er hatte die Polizei hinter sich und keine konkurrierende kriminelle Bande, die ihn liquidieren will.“


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