NDR-Comedian sucht harte Jobs Heiße Sache: Schüssel-Schorse beim Stuntteam Haren

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Haren. Harens Stuntman Ralf Cordes hatte am Freitag eine ganz besondere Herausforderung zu bestehen: „Schüssel-Schorse“, der „Comedy-Klempner“ von NDR 1 Radio Niedersachsen hat auf der Suche nach dem härtesten Beruf im Norden, bei ihm in der Emsstadt Station gemacht.

Ralf Cordes kommt mit seinem Stuntteam Haren immer dann zum Einsatz, wenn es den Schauspielern zu brenzlig wird. Das kann im Theater sein, etwa bei den Störtebecker-Festspielen, oder auch im Tatort. Deshalb ist der Harener auch nur selten aufgeregt, wenn ihm ein künstlicher Sturm um die Ohren weht, ein Auto explodiert oder er durch einen Feuerball springen muss. Im Gegenteil: bei guter Vorbereitung macht der Job richtig Spaß. Rund ein halbes Dutzend großer Aufträge sind pro Jahr abzuarbeiten.

Nun also hat sich mit Schüssel-Schorse ein Radiomann vom NDR angesagt. Bis zum 19. Mai fährt er mit seiner Schorsetta, einem alten VW-T1-Bulli, durch das Land, immer auf der Suche nach den härtesten Jobs Niedersachsens. Er war schon Kanal- oder Bergwerk-Arbeiter, Sprengmeister oder Schafscherer und vergibt am Ende seines Schnupperpraktikums eine Wertung in Form von Pömpeln (passend zum Klempner). Die Frage am Freitag war nun: wie hart ist der Job des Stuntman im Vergleich? Wird Schorse (Markenzeichen südniedersächsischer Akzent) die Herausforderung bei Ralf Cordes bestehen? Und traut er sich das große Finale - einen Sprung von seiner Schorsetta mit Explosion im Nacken zu? Und welche Wertung vergibt er dafür am Ende?

Mehrere Stunts

Schüssel-Schorse hat am Freitagvormittag mehrere kleine Stunts eingeübt, Reporter Andi Gervelmeyer und ein Ton- und Videoteam setzten die Szenen für die NDR-Homepage und fürs Radio um. Die erste Aufgabe, eine Sturmszene bei extremem Gegenwind aus einer Windmaschine, war spektakulär aber recht harmlos. Anspruchsvoller geriet da schon die Fechtszene, in der Schorse gegen Ralf Cordes antreten musste. Der hatte vor Jahren den sogenannten „Simple fight“ mitentwickelt, einen einfachen Ablauf aus Bewegungen, den auch Anfänger gut beherrschen können. „Das ist immer dann wichtig, wenn zum Beispiel Laienschauspieler zum Einsatz kommen oder man nicht viel Zeit hat“, erklärte Cordes.

Auch diese Übung war schnell abgehakt, aber dann musste der Radiokomiker von der Ladefläche seines Oldtimers auf dem Pflaster ausgelegt Matten springen. Im Hintergrund sorgte Cordes mit zwei Zündladungen für ordentlich Spektakel und den (gespielten) Grund für den Rettungssprung. Mehrfach musste Schorse - übrigens längst mit schützenden Protektoren ausgestattet - die Szene proben. Am Ende war alles im Kasten und vertont und, vor Erschöpfung auf der Matte liegend, vergab der Radiomann seine Wertung: vier von fünf Pömpeln. Warum? „Weil dat is echt hart.“


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