Vier Millionen Euro-Investition Ferienzentrum Schloss Dankern baut Achterbahn



Haren. Das Ferienzentrum Schloss Dankern baut eine Achterbahn und eine mittelalterliche Spielwelt. Alles zusammen kostet rund vier Millionen Euro.

Wie Friedhelm Freiherr und Caroline Freifrau von Landsberg-Velen am Donnerstag mitteilten, sollen die Bauarbeiten in Deutschlands größtem Ferienzentrum möglichst bereits in der kommenden Woche beginnen. „Wir starten damit das aufwändigste Bauprojekt unserer bisherigen Geschichte“, sagte von Landsberg-Velen und zudem erarbeite man für das Ferienzentrum ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Denn bislang zumindest besitzt keine andere deutsche Ferienhausanlage eine eigene Achterbahn.

Im Mittelpunkt des neuen Themenbereiches steht der Turm, der samt Spitze rund 23 Meter hoch und damit höher ist als das historische Schloss Dankern. „Wir hatten von Anfang an vor, eine kleine Achterbahn zu errichten, die von einem Turm aus startet, in dem die Besucher selbst den Höhenunterschied überwinden. Der Turm sollte aber zumindest optisch eingebettet werden in eine Idee und so kamen wir schnell auf das Thema Mittelalter.“ Denn dieses spannende Zeitalter kennt so gut wie jedes Kind – und genau für die Kinder soll das Ferienzentrum ja Spannung und Abenteuer bieten.

Eine Idee ergab die nächste und so planen das Ferienzentrum nun eine ganze Spiellandschaft, die sich um das Mittelalter dreht. Ein paar Höhepunkte haben Friedhelm und von Landsberg-Velen bereits verraten. So soll sich der Einstieg in die Achterbahn im sechsten Stock des Turmes befinden – alle darunter unter das eine darüber liegende Stockwerk werden thematisch ausgestaltet. Der Turm weist eine Grundfläche von zehn mal zehn Meter auf und thront auf einer künstlichen Fels- und Höhlenlandschaft, die von den Kindern komplett erkundet werden kann.

Kanonenrutsche

Labyrinth, Freifallrutsche, Kanonenrutsche oder Ritterspiele bieten ebenso Abwechslung wie die rund zehn Spielhäuser, die auf dem später abtrennbaren Gelände verteilt werden. Alle Häuser sind thematisch gestaltet, es gibt unter anderem die Themen Steinmetz, Kerzenzieher, Seilerei oder Töpferei. Die Achterbahn selbst fährt durch einige der Gebäude hindurch, unter anderem durch einen mittelalterlichen Angriffsturm. Einige Spielbereiche richten sich speziell an die ganz kleinen Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren.

Insgesamt werden später drei Bahnen mit je zwei Waggons fahren. Bereits Kinder ab 1,10 Meter Körpergröße dürfen in Begleitung eines Erwachsenen an der 350 Meter langen Fahrt teilnehmen. Dabei werden Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern erreicht. In jedem Bob können entweder drei Kinder oder ein Erwachsener mit zwei Kindern oder zwei Erwachsene hintereinander sitzen. Je nach Wetter sollen sich 500 bis 800 Menschen gleichzeitig in dem Mittelaltergelände aufhalten können. Ein großer Teil des Angebotes befindet sich in den Gebäuden selbst.

Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen sagte: „Wir sind stolz, mit diesem Projekt einen weiteren großen Schritt in die Zukunft zu machen. Mit dem neuen Themenbereich und der Achterbahn möchten wir sowohl bei den Übernachtungsgästen als auch bei den Tagesbesuchern eine größere Zielgruppe ansprechen.“ Dafür sind Investitionen in Höhe von rund vier Millionen Euro nötig.

Heimische Firmen

Die Achterbahn vom Typ „Tube Coaster“ wird durch den Achterbahnhersteller „abc rides“ aus der Schweiz realisiert, die restlichen Bauarbeiten von Firmen aus dem Emsland. Die gesamte Spielwelt wird von der Firma Kinderland aus Geeste errichtet. „Wir planen mit einer Eröffnung im Oktober“, sagte Caroline Freifrau von Landsberg-Velen. Zur Saisoneröffnung des Freizeitparks am 1. April sollen die Bauarbeiten im unmittelbaren Eingangsbereich so weit fortgeschritten sein, dass die Besucher nicht beeinträchtigt werden. Die Errichtung der 140 Betonfundamente soll noch im Januar beginnen.

Derweil freuen sich die Betreiber über die bereits jetzt hohe Nachfrage für 2017: „Wir sind schon zu 56 Prozent ausgebucht“, sagte Friedhelm von Landsberg-Velen. Im vergangenen Jahr hatte die Belegungsquote zu diesem Zeitpunkt bei 42 Prozent gelegen.


2016 hatte das Ferienzentrum mit einem hervorragenden Ergebnis beendet: 1,18 Millionen Besucher zählte der Freizeitpark in seiner 46. Saison. 751 Dankern-Häuser wurden vermietet, um die insgesamt 4612 Betten zu belegen. Es gab 26.257 Buchungen und 168.961 Hausübernachtungen. „Ein hervorragendes Ergebnis mit insgesamt 1.180.456 Besuchern, hierauf können wir alle stolz sein“, sagte von Landsberg-Velen Ende des Jahres. Vor einigen Tagen hatte die Familie 38000 Euro für wohltätige Zwecke gespendet .

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