Auftakt ins Jahr 2017 Solisten begeistern bei Harener Neujahrskonzert


Haren. Annähernd 500 Konzertbesucher sind vom Lingener Kammerorchester beim Neujahrskonzert im Winter auf eine musikalische Reise „unter die südliche Sonne“ mitgenommen worden.

Das neunte Neujahrskonzert des Harener Heimatvereins wurde durch die brillanten Gesangsdarbietungen zweier junger Solisten geprägt. Dafür bekamen die Sopranistin Meike Leluschko und der Bariton Kevin Dickmann im Verlauf der zweistündigen Vorstellung immer wieder begeisterten Szenenapplaus.

Humorvoll

Vor der großartigen musikalischen und optischen Performance wurden die Konzertbesucher von Harens „Püntkerkönigin“ Marilies Menke und von Uli Schepers , dem Vorsitzenden des Heimatvereins, begrüßt. In originalem „Harener Plattdeutsch“ stellte die Püntkerkönigin in humorvoller Manier dem Publikum dabei die zahlreichen Mitwirkenden vor.

Das Lingener Kammerorchester, unter dem einfühlsamen Dirigat von Olaf Nießing, eröffnete das Neujahrskonzert mit dem Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss. Auf der erhöhten Solistenbühne, die geschmackvoll im sonnig- südlichen Ambiente dekoriert worden war, tanzten dazu Tänzerinnen der Lingener Tanzgalerie. Dirigent Nießing führte danach charmant mit detaillierten Hintergrundinformationen in die einzelnen Musikstücke ein.

Orientalische Tanzeinlagen

Weit zurück in die Zeit, und nach Palästina, ging es bei der Bacchanale aus der Oper „Samson und Dalilah“ von Camille Saint-Saëns. Optisch wurde die herrliche Musik des gut aufeinander eingestimmten Lingener Kammerorchester dabei von großartigen orientalischen Tanzeinlagen durch Caroline Lemm und ihren Schülerinnen untermalt. Es folgten Auszüge aus der Oper „Carmen“ von George Bizet mit tänzerischer Begleitung durch zwei Solotänzerinnen des Harener Tanzbogens und den ersten Gesangsdarbietungen von Meike Leluschko und Kevin Dickmann. Leluschko und Dickmann brillierten als Solisten und begeisterten ihre fast andächtig lauschenden Zuhörer mit wunderbar harmonischen Duetten. Diese beiden gut ausgebildeten Stimmen, die passten einfach zusammen. Immer wieder waren aus dem Auditorium leise „Wows“ oder geflüsterte Bemerkungen wie, „das geht ja unter die Haut“, zu vernehmen. Die beiden Solisten glänzten bei den Gesangspassagen aus Werken von Franz Lehar und ganz besonders bei „One Hand, One Heart“ oder bei „Tonight“ aus Leonard Bernsteins „West Side Story“.

Steppeinlage

Die Wärme der südlichen Sonne brachte das Lingener Kammerorchester mit Lehars „Rio de Janeiro“ oder dem „Tahiti Trott“ von Dimitrij Schostakowitsch in das Festzelt. Rasant ging es bei einer tollen und rhythmisch perfekten Steppeinlage von Tänzerinnen des Harener Tanzbogens zum lustigen „Tea For Two“ zu.

Glänzend, im Stile eines professionellen Orchesters, bewältigten die Musiker auch anspruchvollste Passagen. Bei leiseren Tönen störte allerdings das Geräusch der motorbetriebenen Heizung des Festzeltes. „Ein technisches Problem, das wir versucht haben einigermaßen in den Griff zu bekommen“, sagte Uli Schepers vom Heimatverein.

Drei Zugaben

Mit drei Zugaben belohnten die tollen Mitwirkenden einer großartigen musikalischen Show das im Stehen applaudierende Publikum. Zum Abschluss eines langen Nachmittages bat Initiator Schepers alle ehrenamtlichen Helfer des Harener Heimatvereins auf die Bühne, „denn auch die haben sich euren Applaus redlich verdient“, sagte der Vorsitzende strahlend.


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