Volksbank spendet 16500 Euro für Harener Schlepper „August“

Von Heiner Harnack


Haren. Eine Spende in Höhe von 16.500 Euro hat der Verein zur Förderung des Schiffsbrauchtums in der Stadt Haren von der Emsländischen Volksbank für die Restaurierung des Schleppers August erhalten.

Mit dem Dampfschlepper war ein gutes Stück Harener Schifffahrtsgeschichte in die Jahre gekommen und bedurfte dringender Renovierungsarbeiten. Um den im Jahre 1910 gebauten Schlepper „August“ auch für kommende Generationen präsentieren zu können, hatte der Verein zur Förderung des Schiffsbrauchtums mit den Arbeiten begonnen ( wir berichteten mehrfach ).

Der Scheck, den die Vorstandsvorsitzenden der Emsländischen Volksbank eG, Frank Thiel, und der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland, Harald Lesch, in die Schleusenstraße mitgebracht hatten, war nicht zu übersehen. Genau 16.500 Euro wurden den Vertretern des Vereins, Martin Deymann und Uli Schepers bei strahlendem Herbstsonnenschein an Bord der über einhundert Jahre alten Arbeitsmaschine übergeben.

Seit 36 Jahren gehört der Schlepper zum Ensemble des Schifffahrtsmuseums. Am Rumpf wies das Schiff immer größere Beschädigungen auf, so dass schnelles Handeln gefordert war. Auch die Schwimmfähigkeit des Museumsschiffes schien nach eingehender Begutachtung stark gefährdet. Auf Nachfrage von Frank Thiel sagte Martin Deymann, dass die „August“ eigentlich rund einhundert Tonnen auf die Waage bringe, aber nach seiner Entkernung, auch die Maschine fehlt derzeit, noch etwa rund 60 Tonnen wiege. „Das Schiff sieht wieder aus, wie es früher gebaut worden und auf der Ems unterwegs war“, sagte Deymann.

Alter Stockanker

Einige Anbauteile , die man im Museum vorher gelagert hätte, seien wieder verwendet worden. „Dazu gehört auch der alte Dampfschornstein“. Vorne am Bug sei auch ein alter Stock-Anker wieder zum Einsatz gekommen, sagte Deymann. Diese Ankerart gehört zu den ältesten in der Schifffahrtsgeschichte überhaupt. Man habe auch in die Niederlande fahren können und einfach ein vergleichbares Schiff von dort für das Museum nehmen können. Das hätte dann aber nichts mit der Harener Geschichte zu tun, sagte Deymann, der selbst viele Jahre als Binnenschiffer unterwegs war.

„Ohne unsere Förderer und Sponsoren wäre dieses alles nicht möglich“, dankte Vorstandsmitglied Ulrich Schepers während der Scheckübergabe. „Wir danken allen ehrenamtliche Mitarbeitern, die bei den Museumsführungen und den Restaurierungsarbeiten helfen“. Frank Thiel war der Auffassung, dass ein solches Schiff einfach zur Harener Geschichte gehöre und deshalb habe man auch helfen wollen.

Bald auf Podest

Nachdem der Schlepper vollständig restauriert sein wird, soll dieser am Eingang des Rütenbrock-Kanals auf einem Podest an Land Zeugnis von der traditionsreichen Schifffahrt in Haren ablegen. Ein Teil der Arbeiten konnte schon soweit durchgeführt werden, dass die „August“ schwimmfähig am Kai der Schleusenstraße liegen kann. Gedankt wurde auch der Kötter-Werft, die den alten Dampfer unentgeltlich auf Helling gelegt hatte. Experten bezeichnen diese Fläche als den schräg ablaufenden Bereich, auf dem das Schiff beim Stapellauf zu Wasser gelassen wird.

Die Stadt Haren hat bereits angekündigt, dass es eine Unterstützung für die Genehmigungsverfahren geben werde. Mit dem Geld der Emsländischen Volksbank und der VR-Stiftung konnten die kompletten Sandstrahl- und Konservierungsarbeiten des Schiffsrumpfes finanziert werden.