Monika Deuling geehrt Lehrreiche Kräuterkunde bei der kfd Emmeln

Von Matthias Engelken

Dank und Anerkennung sprach Vorsitzende Anne Krallmann (r.) den langjährigen Mitarbeiterinnen aus und freute sich zudem über viele neue Mitglieder in der Frauengemeinschaft. Foto: Matthias EngelkenDank und Anerkennung sprach Vorsitzende Anne Krallmann (r.) den langjährigen Mitarbeiterinnen aus und freute sich zudem über viele neue Mitglieder in der Frauengemeinschaft. Foto: Matthias Engelken

Haren. Neben etlichen Vitalstoffen haben wilde Kräuter auch reichlich heilende Kräfte. Das wussten schon die Menschen im Mittelalter. Mit einem informativen Vortrag zum Thema Kräuter wusste jetzt Jutta Over vom Naturschutzbund Meppen auf der Generalversammlung der kfd Emmeln zu begeistern.

Ob an Wegesrändern, im Wald oder im eigenen Garten. Überall wachsen Kräuter, die einst und auch heute noch verwendet werden. So dienten sie in früheren Zeiten zu Heilszwecken, wurden aber auch genutzt, um möglichst Zauberkräfte zu entwickeln.

„Ob die Brennnessel wirklich als Liebespflanze dient, wie im Mittelalter angenommen, ist wohl nicht bewiesen“, erzählte die Biologin Jutta Over auf Einladung der kfd-Emmeln, allerdings sei die Pflanze auch heute noch als Heilpflanze eine der bekanntesten Kräuter in unseren Breiten. Die Brennnessel wirke blutreinigend bei Hautkrankheiten, stimuliere die Verdauungsdrüsen und habe zudem eine blutzuckersenkende, entgiftende und stoffwechselanregende Wirkung. Kraut, Blätter und Samen enthalten immerhin viel Vitamin C. Vielmehr als so manch hochgezüchtetes im Geschäft erhältliches Kräutergewächs. „Um sie lagerfähig und länger haltbar zu machen, wurden die handelsüblichen Kräuter wässrig gezüchtet“, erzählte Over.

Pflanzen am Wegesrand

Sie hielt damit auch ein Plädoyer für die Pflanzen am Wegesrand oder im eigenen Garten, wie etwa dem Holunderbusch. Denn noch heute werde der Holunder viel in der Küche verwendet, zum Einkochen zu Mus, Säften und Marmeladen. Dem Holunder in der Blüte ähnele leicht das Mädesüß, einer Pflanze, „die im Grunde natürliches Aspirin in sich trägt“, erläuterte die Nabu-Mitarbeiterin. Ebenso das Johanniskraut. Dass als das Hexenkraut schlechthin bekannte Gewächs besitze durchaus heilende Wirkung. Die Pflanze wirke krampflösend, antidepressiv und beruhigend und sei bekannt als Hilfe bei Depressionen und Angstzuständen. Aber auch bei Nervenbeschwerden, Krämpfen und Wunden werde sie eingesetzt. Ganz ungefährlich sei das Johanniskraut jedoch nicht, denn unter Umständen drohe eine Lichtempfindlichkeit.

Petersilie als Potenzmittel

Über Gefahren und Vorteilen von Pflanzen wussten bekanntlich auch die Menschen im Mittelalter Bescheid. So etwa bei der Petersilie. Noch heute als Küchenkraut verwendet, fand sie zu früheren Zeiten bei den Herren als Potenzmittel Anklang. Wohingegen die Damen sie für Abtreibungszwecken nutzten. Mit teils tödlichen Folgen. Ähnliche Folgen hat unter anderem der Genuss des Bilsenkrauts, auch Altsitzerkraut genannt. „In früheren Zeiten nutzten Hoferben diese Pflanze, mischten Kerne unter und töteten damit die Altbesitzer“, zeigte die Biologin Untaten mit Kräuterextrakten auf, warb aber dennoch für den Gebrauch von Kräutern, zumindest, wenn es um die heilende Wirkung geht. Dankbar für den informativen Vortrag auf der Generalversammlung zeigte sich die kfd-Vorsitzende Anne Krallmann.

14 neue Mitglieder

Besonders freute sie sich über 14 neue Mitglieder in Reihen der Emmelner Frauengemeinschaft. Auf viele durchgeführte Veranstaltungen, Fahrten und Aktionen im gesamten Jahr blickte die Vorsitzende zurück. „Und auch für das kommende Jahr hat der Vorstand einiges geplant“, warb sie für das Programm der kfd-Emmeln, so etwa dem Adventscafé am Sonntag, 26. November, ab 14.30 Uhr in der Gaststätte Niemeyer. Für 40-jährige Mitarbeit in der kfd-Emmeln wurde Monika Deuling geehrt. Ebenso erhielten Käthe von der Aa, Maria Schüer und Thea Wilmink Ehrungen für ihre Mitarbeit jeweils weit über 25 Jahre hinweg.


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