40 Motivwagen Großes Erntedankfest mit Umzug in Altenberge

Von Ann-Christin Fischer

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Haren. Seit Gründung des Heimatvereins Altenberge gibt es einen festen Termin im Kalender. Jedes Jahr tummelt sich das halbe Dorf Anfang Oktober auf dem Erntedankfest. 2016 waren 40 Motivwagen vor Ort und Hunderte Besucher, die die Arbeit ihrer Mitmenschen staunend beobachteten.

Ganz langsam fuhren die rund 40 Oldtimer-Traktoren und Motivwagen auf den Heimathof. Die Fußgruppen verteilten selbst gemachte Liköre, die Wagenbauer saßen stolz auf ihrem Werk, bedienten dabei alte Maschinen, sortierten zum Beispiel Kartoffeln. Doch so langsam die Wagen auch fuhren, auf dem Heimathof, beziehungsweise in der Scheune, liefen sich Hermine Janzen und Berhnhild Herding die Zehen in ihren Holzschuhen wund. „Was darf es sein, frisches Brot, Mettwürsten, Likör oder ein selbst gemachtes Kissen?“, fragte Hermine Janzen.

Auf dem Bauernmarkt verkauften die beiden in alter Tracht handgefertigte Arbeiten und viele regionale Produkte wie Honig, Marmelade, Plätzchen, Kartoffeln und Birnen. Zeit für ein lange Gespräche blieb den beiden Emsländerinnen kaum, sofort standen wieder interessierte Käufer vor ihren Leckereien. „Wir lassen uns jedes Jahr etwas neues einfallen. Dieses Jahr sind Würste und Brote sehr gefragt, die Leute reißen es uns förmlich aus der Hand“, meinte sie und erinnerte sich an die Anfangszeit: „Vor ein paar Jahren überlegten Bernhild und ich, was man auf dem Erntedankfest noch machen könnte. Und weil der Brotverkauf schon immer gut lief, haben wir den Bauernmarkt ins Leben gerufen.“ Sogar Feriengäste aus Dankern kämen jedes Jahr vorbei, um im Oktober bereits die ersten Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Tradition und altes Handwerk

Mit einem Gottesdienst war das Erntedankfest am Samstag eingeleitet worden. Einen Tag später trafen sich die Umzugsteilnehmer am Husberg, um die kurze Strecke zum Heimathof gemeinsam zurückzulegen. Hier hatte der Heimatverein ein Programm auf die Beine gestellt, das den Spagat zwischen Tradition, altem Handwerk und moderner Landwirtschaft. Im Dachgeschoss des Heimathauses zeigte der Hobbyfotograf Bernhard Theder alte Fotos der Altenberger Ziegelei.

Viele Altenberger gingen jedoch aus einem anderen Grund die Treppen hinauf. Vor ein paar Wochen starb Pater Bernhard Hagen. Ein Nachruf zum Tod des Altenberger Missionars wurde ausgestellt, auch die Biografie konnte dort erworben werden. Letztes Jahr stellte Bernhard Hagen selbst auf dem Erntedankfest sein Buch vor. „Ich denke, dass heute viele an unseren Pater Hagen denken werden“, stellte der erste Vorsitzende Bernd Robben in seiner Rede fest und lobte die vielen ehrenamtlichen Helfer: „Wir hatten viel Arbeit mit unserem Fest, darum danke ich euch allen für eure Hilfe.“


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