Neuplanung für den Alten Markt „Lange Straße“ in Haren wird umgebaut

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Bei einem Treffen auf dem Bauhof haben sich einige Mitglieder des Harener Stadtrates vor der Sitzung des Bauausschusses unter anderem mit Stadtbaurat Henrik Brinker die verschiedenen Pflastervarianten angeschaut. Foto: Tobias BöckermannBei einem Treffen auf dem Bauhof haben sich einige Mitglieder des Harener Stadtrates vor der Sitzung des Bauausschusses unter anderem mit Stadtbaurat Henrik Brinker die verschiedenen Pflastervarianten angeschaut. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Die Umgestaltung der Harener Innenstadt nimmt immer konkretere Formen an. Der Ausschuss für Bauen und Planung stimmte einem Konzept zu, das die Umgestaltung der „Lange Straße“ und des Platzes „Alter Markt“ in vorübergehende oder dauerhafte Fußgängerzonen samt Umbau vorsieht.

Für den Ausschuss unter der Leitung von Heinz Over war es nicht nur die letzte Sitzung vor der Kommunalwahl am Sonntag, sondern mit 16 Tagesordnungspunkten und einer Dauer von mehr als vier Stunden inklusive Besichtigung der möglichen Baumaterialien auch die längste Zusammenkunft der ablaufenden Wahlperiode. Die „Lange Straße“ wird schon seit Jahren in den Sommermonaten als Harens Haupteinkaufsstraße in eine temporäre Fußgängerzone umgewandelt – allein, es fehlt bislang an der passenden Optik. Die „Lange Straße“ wurde einst als Durchgangsstraße konzipiert und wirkt dementsprechend wenig einladend auf Fußgänger. Im Rahmen der seit Jahren laufenden Stadtsanierung soll das geändert werden – erste Planungen wurden Öffentlichkeit und Anliegern bereits unterbreitet.

Multifunktionsstreifen aus Natursteinklinkerpflaster

Nun hat Planerin Vera Leo-Strasser von der NWP-Planungsgesellschaft Oldenburg ihr weiterentwickeltes Konzept vorgestellt, wie die „Lange Straße“ zu mehr Einkaufs- und Wohlfühlatmosphäre gelangen kann. Sie solle sich wandeln von einer Straße, die ab und zu als Fußgängerzone diene, in eine Fußgängerzone, die ab und zu befahren werde, sagte sie.

Grundsätzlich müsse sich die Farbgebung der Straße an der Gestaltung des vor einigen Jahren umgestalteten Martinusplatzes anlehnen. In der Mitte werde es einen 2,30 Meter breiten Multifunktionsstreifen aus Natursteinklinkerpflaster geben, daneben einen 2,75 Meter breiten Fahrbereich für die Autos und an den beiden Außenseiten einen je drei Meter breiten Gehbereich. Eine ebenfalls in Naturstein gesetzte Rinne von 32 Zentimetern sorge für die Entwässerung, sagte Leo-Strasser. Fahrbahn und Fußgängerbereich werden aus einem hochkant verlegten Klinker hergestellt.

Deutlich weniger Bäume als bisher

Der Multifunktionsstreifen diene sowohl zum Parken in den Wintermonaten als auch als Standort für deutlich weniger Bäume als bisher und als Aktions- und Verweilraum. Die Bischof-Demann-Straße wird derzeit bereits umgebaut , hier entstehen mehr als 70 neue Parkplätze, die dann den Besuchern der Fußgängerzone dienen sollen. Leo-Strasser berichtete, im Rahmen einer Anwohnerversammlung habe sich herausgestellt, dass die Anlieger den „Alter Markt“ stärker in die Umgestaltung der Innenstadt einbezogen sehen wollten. „Und das macht auch Sinn, denn bislang wird der Platz unter und um die Marktdächer unzureichend, nämlich meistens als Parkplatz genutzt.

Votum zum Ausschreiben der Arbeiten

Nun soll der Bereich in die Umplanungen integriert werden, die Trafostation zwischen den beiden Marktdächern kann verlegt werden und den Weg frei machen, für eine Nutzung als zentrale Fläche für Stände oder Aktionen. Die Mitglieder des Bauausschusses votierten bei zwei Enthaltungen für das Ausbaukonzept der Langen Straße und die Ausschreibung der Arbeiten. Das Plankonzept Alter Markt soll den Anliegern vorgestellt werden. Holger Cosse (CDU) lobte das Konzept als schlüssig und war sich sicher, dass das gesamte Stadtbild durch die Einbeziehung des „Alter Markt“ gewinnt.


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