5000 Stunden Eigenleistung Altenberger Mühle: Sanierungen fast abgeschlossen

Von Ann-Christin Fischer

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Haren. Fünf Jahre hat es gedauert, die 1852 erbaute Windmühle in Altenberge umzubauen und so zu gestalten, wie Friedhelm Horstmann es sich in seinen Gedanken vorgestellt hatte. „Ich bin noch lange nicht fertig, aber es geht voran“, sagt der Besitzer und öffnet die Tür der ehemaligen „Büters Mühle“.

Zwei dunkle, alte Holzbalken ragen über den mit Holzdielen verlegten Boden. Früher wuchs hier Unkraut, Müll lag herum, ein Großteil der Außenfassade war von Efeu bedeckt. Heute ist aus der Ruine ein Prunkstück geworden. Friedhelm Horstmann hat sich bemüht, altes Baumaterial zu benutzen, um den Charme des alten Bauwerks zu erhalten. Die Wände sind mit Lehmputz verarbeitet. Ein alter Gasofen reiht sich neben einer Truhe, einem alten Gasofen historischen Schränken in die Liste alter Schätzchen ein. Sein Ziel, so viel Substanz wie möglich zu erhalten und für die Zukunft zu sichern, ist vorerst geschafft.

Weg mit der Ruine

Jahrelang war die Mühle, die in Altenberge unweit von Horstmanns Firmensitz steht, eine Ruine. Im Frühjahr 2011 begann Teil eins der Verwandlung, zwei weitere sollten folgen. Zunächst wurde der dicke Efeu-Pelz entfernt, das Mauerwerk saniert und die äußere Hülle wiederhergestellt. 2012 erfolgte Abschnitt zwei. Der Anbau mit Küche und WC. Anfang 2016 startete Horstmann den Bau des Müllerhauses, das direkt an die Mühle grenzt. „Es ist fast fertig, schon viel ist geschafft“, sagt der Inhaber. Was später aus dem Einfamilienhaus werden soll, weiß er noch nicht. Außerdem sanierte er 2016 die Mühle oberhalb der Galerie, damit kein Wasser mehr eindringt. Hilfe bekam er vom Baugeschäft Wösten, der Wösten Abbund-Zimmerei und Architekt Bernhard Becker.

5000 Stunden Arbeit

Mit der Zeit entstand aus dem verfallenen Gebäude ein geschichtsträchtiger Bau . Bis heute verbringen Friedhelm Horstmann und seine Mitarbeiter viele Stunden an der Mühle. Er schätzt, dass ca. 5000 Stunden Arbeit in Eigenleistung hinter ihnen liegen. Darauf ist er stolz und sagt: „Am Anfang haben sich viele gefragt, was ich mit der Mühle machen will. Genau so, wie es jetzt aussieht, habe ich es mir vorgestellt. Das war mein Traum.“ Nicht nur in der Mühle, dahinter, verborgen durch Tore, Zäune und Türen, befindet sich eine parkähnliche Anlage. Inmitten darin steht ein großer Teich. Ringsherum blühen verschiedene Pflanzenarten, ein Wasserfall plätschert, am Steg wachsen Wasserpflanzen. Auch die Natur ist angekommen, laut Horstmann leben hier diverse Singvogelarten wie Eisvögel und Fischreiher. Hier hat er darauf geachtet, alte Materialien zu benutzen, die ihre eigene Geschichte erzählen. Der Weg um den Teich ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. In einem stehen die alten Fenster der Mühle, umringt von Blumen. Es finden sich Klinker aus einer alten Altenberger Ziegelei und Baumaterial von Abbruchhäusern aus der Umgebung.

10000 Besucher

Über 10000 Besucher hat Friedhelm Horstmann bis heute gezählt, sogar aus Köln kamen Schaulustige vorbei. Die, die einfach davor halten und kurz stehen bleiben, nicht mitgezählt. „Aber das möchte ich nicht mehr“ stellt er klar. Für viele Fotografen, Hochzeitspaare und Geburtstagsfeiern war die Kulisse hinter der Mühle ein Highlight. Aber der Familienvater möchte wieder die Stille an seiner Mühle genießen. „Ich bin mindestens ein Mal am Tag hier und fast immer kommen Besucher vorbei. Ich würde mir wünschen, dass wir in Zukunft ein bisschen mehr Ruhe haben.“


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