Auch E 233 und Bawinkel aufgenommen Grünes Licht vom Bund für Umgehung Haren-Emmeln

Über die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan freuen sich Ortsvorsteher Josef Kramer (links), Gitta Connemann und Markus Honnigfort. Foto: Stadt  HarenÜber die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan freuen sich Ortsvorsteher Josef Kramer (links), Gitta Connemann und Markus Honnigfort. Foto: Stadt Haren

HAREN. Nun steht fest: Der Bund wird in den nächsten Jahren in den Neubau der Ortsumgehung Haren/Emmeln investieren.

So steht es im neuen Bundesverkehrswegeplan, der am Mittwoch von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Berlin vorgelegt wurde. Alle 15 Jahre legt der Bund in dem Plan fest, in welche Straßen er investieren wird. In die Liste der Projekte, die als vordringlich eingestuft werden, hat es auch der Antrag der Stadt Haren/Ems geschafft.

Aber auch die anderen drei Projekte der Region E223, Ortsumgehung Bawinkel und Ortsumgehung Wiemtarschen-LohnewurdenindenPlanaufgenommen.

„Das ist ein Riesenerfolg. Ein Traum wird wahr. Mit dieser Entscheidung kann ein Jahrhundertprojekt für Haren in Angriff genommen werden“, freut sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann. Die Christdemokratin hatte sich gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Haren Markus Honnigfort für die Aufnahme der Ortsumgehung in den Bundesverkehrswegeplan eingesetzt.

Bereits seit Jahren kämpfen die Stadt Haren und die Bürger Emmelns unter ihrem Ortsvorsteher Josef Kramer für eine Ortsumfahrung. Der zunehmende Lastwagenverkehr zum Eurohafen und den angrenzenden Industriebetrieben erwies sich immer mehr als Belastung für die Emmelner. Deshalb war 2012 der erste Antrag für eine Ortsumfahrung gestellt worden.

„Dieser erste Antrag hätte kaum Aussicht auf Erfolg gehabt“, berichtet Connemann. Denn das Verkehrsaufkommen im Ortskern war zu gering. Das erforderliche Nutzen-Kosten-Verhältnis wäre zu gering gewesen. Connemann lobt den Bürgermeister der Stadt Haren. „Aber Markus Honnigfort hatte den Mut zu einem Kurswechsel und dann eine Herkulesaufgabe geschultert. Ohne ihn gäbe es den zweiten Antrag nicht, der jetzt zum Zug kommt.“ Auslöser dafür war ein gemeinsames Gespräch von Connemann und Honnigfort mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann in Berlin im März 2014. Connemann hatte die Tür dafür geöffnet. Dort wurde ein wichtiger Hinweis gegeben. Eine trimodale Variante, also eine neue Trasse für die B408 direkt ins Industriegebiet mit einer Weiterführung zur B70, könnte die Lösung sein. Durch die Verknüpfung von Wasserstraße, Straße und Bahn verbessert sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis immens.

„Diese Idee musste nun umgesetzt werden - und zwar unter extremen Zeitdruck. Markus Honnigfort hat dies geschafft. Das gab den Ausschlag“, erläuterte Connemann in einer Pressemitteiloung. „Der Plan hat jetzt Priorität im Bundesverkehrswegeplan. Es werden zwar noch einige Jahre vergehen, bis alles fertig ist. Aber der Bau wird jetzt definitiv umgesetzt“, so Connemann. Mit ihr freuen sich Bürgermeister Markus Honnigfort und Ortsvorsteher Josef Kramer.

„Diese Nachricht ist ein Segen und ein Secher im Lotto. Nicht nur für die Ortschaft Emmeln, sondern auch für die Stadt Haren. Es zeigt sich, dass sich Einsatz auszahlt“, freute sich Bürgermeister Markus Honnigfort. „Die jetzige Lösung wird die Lebensqualität in Emmeln merklich verbessern und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Ortsmitte und das Bahnhofsumfeld.“ In dieselbe Kerbe schlägt auch Josef Kramer, der als Ortsvorsteher von Emmeln seit Jahren für die neue Umgehung kämpft: „Wir hatten einen langen Atem. Jetzt werden wir belohnt. Der 16. März ist ein guter Tag für Emmeln.“

Wie geht es nun weiter? Nun werden die Bürger beteiligt. Ab dem 21. März 2016 können Bürger und Institutionen binnen sechs Wochen Stellung zu dem Entwurf nehmen. Diese Stellungnahmen werden vom Ministerium bearbeitet. Danach wird der Plan mit Korrekturen innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. 2017 werden dann die Ausbaugesetze folgen.


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